Der Umbau des Kompostwerks in Kirchheim schreitet weiterhin planmäßig in Zeit und in den Kosten voran. Fertigstellung der Baumaßnahmen ist noch im ersten Halbjahr 2026 vorgesehen. Vorab hat die Einwohnerschaft am 10. Mai, von 10 bis 16 Uhr, die Möglichkeit sich vor Ort selbst ein Bild zu machen.
Noch vor Abschluss der Bauarbeiten veranstaltet die Kompostwerk Kirchheim u. T. GmbH mit dem Tag der offenen Baustelle ein Familienfest am Kompostwerk, um der interessierten Einwohnerschaft das Werk mit seiner beeindruckenden 130 Meter langen Rottehalle zu zeigen. „Wir erwarten wieder viele Besucherinnen und Besucher am Kompostwerk, da die Erfahrung aus der Bauphase zeigt, dass das Interesse für das Kompostwerk ungebrochen groß ist“, sagt Michael Potthast, Geschäftsführer des Kompostwerk Kirchheim u. T. GmbH. Neben Info-Ständen rund um das Thema Bio-Abfall, wird es ein Kinderprogramm, Imbissstände aber vor allem Führungen über dieBaustelle geben.
Mit einer Investition von rund 20 Millionen Euro wird die Anlage grundlegend modernisiert. Die neue Anlage mit 18 einzelnen Rottetunneln ermöglicht, dass das Material separat verarbeitet wird. Vorher wurde der Bioabfall in der Rottehalle durch ein Schaufelrad und Förderbänder Stück für Stück durch die gesamte Halle bewegt. Die Kosten für die Modernisierung teilen sich die Abfallbetriebe der Landkreise Esslingen und Böblingen anteilig. Beide Landkreise betreiben neben dem Kompostwerk auch die Vergärungsanlage Bioabfallverwertung GmbH Leonberg. Zum 01.01.2027 tritt neben den Landkreisen Esslingen und Böblingen noch der Landkreis Göppingen der Kooperation bei. Diese Investitionen kommen dabei den Einwohnerinnen und Einwohnern der Landkreise in mehrfacher Hinsicht zugute. Die Qualität der Anlage und damit des beliebten Kompostes wird langfristig gesichert, die Abluft des geruchsintensiven Verrottungsprozesses wird verbessert und der Energieverbrauch gesenkt.
Auch künftig gilt, dass auch kompostierbare Bioplastiktüten nicht in die Biotonne gehören. Diese sind zwar aus biologischen Materialien hergestellt, sie stören aber auch in der neuen Anlage die Verarbeitung. Potthast empfiehlt Papiertüten oder Zeitungspapier als Alternative zum Plastikbeutel. Diese halten die Biotonne sauber und trocken.
