
Am vergangenen Wochenende wurde in unserer Kirchengemeinde buchstäblich „Glaube zum Anbeißen“: Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden haben am Samstag in der örtlichen Bäckerei Kolb gemeinsam mit Bäckermeister Rainer Brote gebacken – und diese Brote am Sonntag im Gottesdienst verschenkt. Die Aktion stand unter dem Motto „Konfis backen 5.000 Brote“ und verband Handwerk, Gemeinschaft und gelebte Solidarität.
Backstube statt Klassenzimmer
Schon am Samstag war spürbar, wie viel Begeisterung in der Gruppe steckt: Teig kneten, formen, verzieren und die Brotlaibe zum Backen vorbereiten. Für viele war es das erste Mal, einen so direkten Einblick in die Arbeit einer Backstube zu bekommen. Umso schöner war es zu sehen, wie konzentriert und fröhlich die Konfis bei der Sache waren.
Gottesdienst mit Herz und Händen
Einen Tag später wurden die frisch gebackenen Brote im Gottesdienst an die Besucherinnen und Besucher verschenkt. Der Gottesdienst wurde von den Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie dem Konfi-Team mitgestaltet – mit Texten, Gebeten und Gedanken zur Frage, was es bedeutet zu teilen: Zeit, Talent, Brot – und Hoffnung.
Im Mittelpunkt stand dabei ein Projekt von Brot für die Welt, das Menschen in Vietnam unterstützt. In abgelegenen Bergregionen leben Familien vom Zimtanbau – oft unter schwierigen Bedingungen. Das vorgestellte Projekt hilft, Lebensgrundlagen zu sichern und Perspektiven zu schaffen, damit Menschen dort ihre Zukunft selbst gestalten können.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Bäckerei Kolb
Als Kirchengemeinde möchten wir uns im Namen aller Beteiligten ausdrücklich bei der örtlichen Bäckerei Kolb bedanken:
Die Bäckerei hat die Rohstoffe für das Brotbacken gespendet, die Backstube zur Verfügung gestellt – und vor allem Zeit und Erfahrung eingebracht. Ohne diese großzügige Unterstützung wäre das Projektwochenende in dieser Form nicht möglich gewesen. Vielen Dank für diese starke Kooperation und das offene Herz für unsere Konfis und für die gute Sache.
Dieses Wochenende hat gezeigt: Wenn viele kleine Hände zusammenarbeiten, kann etwas Großes entstehen – und es bleibt mehr als nur der Duft von frischem Brot. Es bleibt die Erfahrung, dass Teilen verbindet.
Pfarrer Andreas Wißmann – für die Evangelische Kirchengemeinde und das Konfi-Team