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Konzert der Extraklasse: Duos für Violoncello und Klavier mit Yoel Cantori und Claudia Bracco

Am 27. September hat der Konzertverein Philippsburg erneut zu einem Konzert eingeladen. Diesmal waren der Schweizer Cellist Yoel Cantori und die italienische...
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Foto: Dieter Vollman

Am 27. September hat der Konzertverein Philippsburg erneut zu einem Konzert eingeladen. Diesmal waren der Schweizer Cellist Yoel Cantori und die italienische Pianistin Claudia Bracco zu Gast. Das Konzert startete dann auch direkt mit einer Uraufführung: „Danse des Ombres" (Schattentanz) des Philippsburger Komponisten Matthias Hutter. Mit viel Feingefühl interpretierten die beiden Künstler dieses Werk, welches zwischen stoischer Ruhe und plötzlichen Gefühlsausbrüchen hin und her zu schwanken schien. Die Verwendung von Vierteltönen im Cellopart, mit Präzision und Klangschönheit von Cantori dargeboten, verlieh dem Werk eine orientalisch wirkende Note.
Dmitri Schoskakowitsch Cello-Sonate gehört zum Standartrepertoire der Cellisten. Das neoklassizistisch geschriebene Werk verwendet oft einfach wirkende Melodien, die aber in ihrem Verlauf oft verfremdet wirken. Die hohen technischen Anforderungen, wie Doppelgriffe im Cello und rauschende Arpeggien im Klavier, meisterte das Duo mit fast beängstigender Leichtigkeit. Der virtuose 2. Satz entlockte dem Publikum spontanen Extra-Beifall.

Weiter ging es mit Max Bruchs „Kol Nedrei“ und einem „Danse Hongroise“ der schwedischen Komponistin Laura Netzel, die im Programm fälschlicherweise als Jahrgang 1967 vermerkt war. Laura Netzel lebte tatsächlich von 1839 bis 1927.

Den Schlusspunkt des offiziellen Konzertes setzten die Künstler mit zwei Werken von Antonín Dvořák: Zunächst die Waldesruhe op. 68. Ein wunderbares Werk, in dem Yoel Cantori seinem Instrument eine wunderbare Klangschönheit entlockte, kongenial von Claudia Bracco am Klavier begleitet. Zuletzt dann das virtuose Rondo op. 94, danach hielt es die begeisterten Besucher nicht mehr auf ihren Stühlen: mit Standing Ovations entlockten sie dem Duo noch eine wunderschöne Zugabe von Jacques Offenbach.

HK

Letztes Konzert des Konzertvereins Philippsburg am Sonntag, den 19. Oktober um 18:00 Uhr

Unter dem Titel Aufbrüche und Visionen wird das Kammerorchester Hockenheim e.V. mit Werken von Camille Saint-Saëns, Johann Stamitz und Ludwig van Beethoven zu Gast sein. Die musikalische Leitung hat Robert Sagasser.

Wie immer wird der Eintritt frei sein. Um eine Spende wird gebeten.

Platzreservierungen unter 0152 - 576 555 61 oder huttermhutter@web.de

Matthias Hutter

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Stadtanzeiger Philippsburg
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Ausgabe 40/2025
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