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Kräuter- und Vogelkunde mit dem NuV Odenheim

Als echte Naturkundler zieht es uns auf Feld, Wald und Wiese. So haben uns mit erfreulich vielen Interessierten jeden Alters auch in diesem Jahr bei frühlingshaften...
Vogelkunde-WanderungFoto: B.W.

Als echte Naturkundler zieht es uns auf Feld, Wald und Wiese. So haben uns mit erfreulich vielen Interessierten jeden Alters auch in diesem Jahr bei frühlingshaften Temperaturen am 26. April 2026 mit Gordana Frank auf Suche nach heilenden Kräutern gemacht. Gordana ließ uns viele Kräuter sehen, riechen und schmecken. Darunter waren die Brennnessel mit ihrer phänomenalen Wirkungsspanne, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit der Liebe, Schafgarbe, Nelkenwurz, Waldmeister und das Johanniskraut. Auch den Ackerschachtelhalm, oft Zinnkraut genannt, das stark harntreibend, blutstillend und gewebefestigend ist, durch seinen hohen Gehalt an Kieselsäure, haben wir entdeckt und seine Besonderheit in der Struktur kennen gelernt. Unsere neuen Kenntnisse über die Kräuter und ihre heilsamen Wirkungen wurden mit historischen, unterhaltsamen Anekdoten verbunden. Nur wer dabei war und gut aufgepasst hat, kennt jetzt die ganze wahre Geschichte mit dem Kraut Gundermann und dem letzten Drachen auf der Erde. Auf dem Weg zu unserem Vereinsheim probierten wir nicht nur die verschiedenen Kräuter, sondern sammelten diese auch, damit wir daraus zu unserem Imbiss passende Kräuter-Dips herstellen konnten. In geselliger Runde und im Austausch unserer neuen Erkenntnisse waren diese leckeren Kräuter-Dips „ratzfatz“ vernascht.

Und wer noch mehr in der Natur entdecken wollte, war herzlich zu unserer Vogelkunde am 3. Mai 2026 unter der fachkundigen Führung mit Robert Wormer eingeladen. Ungefähr 30 Personen trafen sich wieder erwartungsvoll am Bahnhof Odenheim trotz des nicht so perfekten Frühlingswetters und freuten sich auf unseren jährlichen Ausflug in und um Odenheim mit all seinen wundervollen Eindrücken. Unser Experte Robert Wormer schulte unermüdlich unser Hör- und Sehvermögen vor allem in Bezug auf „ortsansässige“ Vogelarten wie z. B. die Türken- und die Ringeltaube, Dohlen und Krähen, Nachtigall, Amseln, Buchfink, Haus- und Gartenrotschwanz sowie Schwalben und Mönchsgrasmücke mit ihrem klangvollen Lied. Über die Unterschiedlichkeiten in der Vogelwelt legte Otto Siegel einen Exkurs ein und am Wegesrand zunächst über die Bohntal-Hohl am Friedhof vorbei hoch zu den Weinbergen gab es noch eine kleine Kräuterkunde. Tatsächlich hatten wir das Glück, dass die Lerchen singend aus den Feldern auf- und abstiegen und eine Schafstelze sich possierlich auf einem hohen Halm präsentierte. Erdgeschichtliche Themen mit gigantischen Zahlen wurden an den Gesteinsformationen aufgegriffen, bis wir nach gut zweieinhalb Stunden hungrig und durstig in unsere vereinseigene Schutzhütte ankamen. Zuvor erlebten wir noch ein absolutes Highlight – ein Uhu segelte eindrucksvoll über unsere Gruppe, als wir im Steinbruch in das Tor der alten Geschichte blickten. Was für ein faszinierender Moment!

Ulrike Walther

Kräuterkunde-Wanderung.Foto: B.W.
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Östringer Stadtnachrichten
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Ausgabe 20/2026
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