
Ungewöhnlich viele Kinder wollten in diesem Jahr bei unserem Krippenspiel mitmachen. Bereits Mitte November trafen sich alle mit einem engagierten Team zur Vergabe der Rollen. Fleißig übten alle zusammen in den folgenden Wochen für das Spiel an Heiligabend. Zuverlässige HelferInnen kümmerten sich um die Kinder, gestaltete Requisiten und auch viele Eltern packten mit an, damit alles rechtzeitig fertig werden konnte.
In diesem Jahr beriet zunächst ein Engelskomitee über die Gestaltung der heiligen Nacht und Jesu Geburt. Gar nicht so einfach, mit wenig Ausgaben so ein wichtiges Ereignis auszurichten! Schließlich einigten sich die Engel darauf, an Beleuchtung, Engelschor und Schutzengeln zu sparen.
Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem gerieten prompt in eine schwierige Situation, als Josef auf dem Weg stürzte und Maria ihm nicht alleine auf die Beine helfen konnte. Erst die zweite Passantin war bereit, Josef mit ein paar Handgriffen aufzuhelfen. Bei ihrer Herbergssuche hatten Maria und Josef viel Mühe, einen Übernachtungsplatz zu finden. Mit Hilfe der beiden Schutzengel fanden sie als Notquartier einen Stall, in dem Jesus zur Welt kam.
Den Hirten im Feld erschien ihre Lage völlig aussichtslos. Ihre Herrin wollte ihnen schon zum wiederholten Mal keinen Lohn auszahlen. Dermaßen ausgebeutet und frierend hatten sie einen Erlöser bitter nötig. Eine Schar von Engeln erschien ihnen in dunkler Nacht und verkündete ihnen die frohe Botschaft von der Geburt ihres Retters. Die Engel lobten Gott mit Gesang und Tanz. Tief beeindruckt von der Erscheinung der Engel machten sich die Hirten auf den Weg, das Kind in der Futterkrippe zu suchen.
Im Stall von Bethlehem trafen sich schließlich alle und waren sich einig, dass sie das Kind in der Krippe gefunden hatten.
„Begegnet allen Menschen mit Respekt und helft, wo es jemand nötig hat!“ mahnten die Engel. Sie stellten fest: „Die Liebe bleibt groß!“
Dank der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer konnte dieses großartige Krippenspiel einstudiert und aufgeführt werden. Unbezahlbar wären die Personalkosten gewesen! Danke für die Zeit, die Geduld, die Herzlichkeit, mit der die Mitarbeitenden die vielen Kinder so gut auf die Aufführung vorbereitet haben, betonte Pfarrerin Katharina Wendler.
Text: Maria Bierwald
Fotos: Indira Kunze