Kristina Seefellner ist bereits seit September Rektorin der Grundschule Dilsberg-Mückenloch. Bei ihrer offiziellen Amtseinführung in der Graf-von-Lauffen-Halle am 24. April wurde ihr unter anderem ein symbolisch gefüllter Koffer überreicht.
Bettina Glinz, dienstälteste Lehrerin der Schule, begrüßte alle Gäste in der „Schule hoch über dem Neckar“ und leitete zu Schulrätin Sabine Horn über, die den beruflichen Werdegang von Seefellner vorstellte. Der Vorsitzende des örtlichen Personalrates Frank Orthen wies auf die Vielseitigkeit der Aufgaben einer Schulleiterin hin und empfahl Seefellner, die wichtigen Richtungsentscheidungen für die Schule gemeinsam mit den Kollegen zu treffen.
Ein Schüler-Sketch unterbrach den Redenmarathon: Auf der Tribüne lag eine große Kiste, auf der 1.000 kg stand. Nachdem auch der stärkste Schüler die Kiste nicht anheben konnte, kam Pfiffikus: Er nahm die drei Nullen weg und schon konnte die Ein-Kilo-Kiste angehoben werden. Sie beinhaltete einen Koffer, der von Bürgermeister Jan Peter Seidel mit Geld für die Schule gefüllt werden sollte. Seidel selbst wünschte der neuen Schulleiterin weiterhin viel Mut und Leidenschaft sowie gutes Gelingen und eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den kommunalen Institutionen der Stadt und ihrer Ortsteile.
Mückenlochs Ortsvorsteher Joachim Bergsträsser und der stellvertretende Ortsvorsteher von Dilsberg, Thomas Ruf, drückten ihre Befriedigung darüber aus, dass nun die Zeit ohne offizielle Schulleitung vorbei sei. Dabei dankten sie Glinz für ihre eineinhalbjährige kommissarische Leitungstätigkeit. Auch Bergsträsser bot Seefellner eine stetig gute Zusammenarbeit an. Thomas Ruf konnte aus eigener Erfahrung als Vater zweier Schülerinnen feststellen, dass die neue Schulleiterin eine lebendige und freudvolle Schule vorgefunden habe. Auch er sicherte die Unterstützung der Ortsverwaltung zu und überreichte gemeinsam mit seinem Kollegen die von Bergsträsser bislang vermisste Mückenlocher Fahne.
Die Schüler der Klassen 1 und 2 füllten den leeren Koffer auf der Bühne für Seefellner mit einer Gute-Laune-Tasse, einem Geduldfaden samt Fruchtzucker und Ingwershot, einer Superheldin für ein offenes Ohr sowie Ohrstöpseln und wünschten ihr im Chor „viele nette Kinder“. Mit einem Sprichwort hob der geschäftsführende Schulleiter der Neckargemünder Schulen, Ulrich Falter, hervor, dass erfolgreiche Schulleitung auf enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen basiert. Er hoffte auf weiterhin wertvollen Austausch zwischen den Neckargemünder Schulleitungen und wünschte Seefellner einen stetig guten Überblick und die richtige Mischung aus Geduld und Engagement.
Die Schuldekanin der katholischen Kirche, Jutta Stier sprach auch für die beiden Kirchen. In Anlehnung an ein Lied äußerte sie die Hoffnung, dass Menschlichkeit und Zuversicht Seefellner im Schulalltag begleiten. Sie überreichte ihr eine Kerze und wünschte ihr Anerkennung und Zuversicht in der Arbeit und Gottes Segen. Das Lied „I like the flowers“ brachte die Anwesenden wieder in Stimmung. Elternbeiratsvorsitzende Natalie Waibel zeigte sich erfreut über die neue Schulleiterin und betonte, dass Seefellner in den ersten Monaten ihrer Tätigkeit als offen für alles und sehr engagiert erlebt worden sei; sie wünschte ihr Mut für neue Ideen und die notwendige Gelassenheit. Philipp Schilling, Erster Vorsitzender des Fördervereines der Grundschule, knüpfte an und wünschte Seefellner, dass sie den Ton angeben kann, ohne laut zu werden und sicherte ihr Unterstützung durch die Elternschaft zu.
Schließlich wurde Seefellner selbst auf die Bühne gebeten. „Das ist für mich ein bewegender Moment“, waren ihre einleitenden Worte. Sie erzählte, dass das Bild, das diese „Bullerbü-Schule“ abgegeben habe, sie zu ihrer Bewerbung inspiriert habe: Eine Schule, in der man unbeschwert lernen und aufwachsen kann und in der Gemeinschaft selbstverständlich ist. Inzwischen habe sie eine Schule erleben können, in der die Kinder sich etwas zutrauen, Kolleginnen engagiert sind und die den Eltern am Herzen liegt.
Seefellner möchte, dass die Schüler sich sicher fühlen, gesehen werden, Fehler machen dürfen und gern in die Schule kommen. Sie wünscht sich von allen am Schulalltag Beteiligten offene Ohren, einen gemeinsamen Weg und ein besonderes Gefühl für das Miteinander mit gegenseitigem Vertrauen, kurz gesagt: ein kleines Bullerbü. (wb/red)


