
Nach den Faschingsferien starteten wir mit unserem neuen Sachunterrichtsthema „Vom Ei zum Huhn“ in Klasse 2. Frau Feiden brachte uns, wie schon in einigen Jahren zuvor, ihren Brutautomat und 20 Eier vorbei.
Sie erklärte uns, dass der Automat nun die Funktion einer „künstlichen Henne“ übernimmt. Er hält die Eier schön warm, versorgt sie mit Feuchtigkeit und schaukelt sie sanft hin und her. Am Anfang war dies sehr spannend für unsere Klasse. Es gab ein paar weiße, ein paar braune und ein paar grüne Eier, die jeden Tag in ihrer Wippe sanft hin- und hergeschaukelt wurden. Wir hatten uns schnell an das Geräusch gewöhnt und es passierte dann eine Woche erst einmal nicht mehr so viel Neues. Doch dann kam Frau Feiden wieder und durchleuchtete gemeinsam mit uns alle Eier. Dabei stellten wir fest, dass davon 13 Eier befruchtet waren. Die 7 Eier, in denen in dieser Woche nichts passiert war, nahm Frau Feiden wieder mit. Eine weitere Woche verging, in der wir auf die richtige Temperatur und die Feuchtigkeit im Brutautomat achten mussten, aber ansonsten geschah nichts Besonderes.
Danach kam Frau Feiden noch einmal vorbei und man konnte in 12 Eiern schon relativ gut erkennen, dass ein Küken darin gewachsen war. Unsere Vorfreude wurde immer größer und tatsächlich knackte nach 20 Tagen die Schale unseres ersten Kükens. War das eine Aufregung! Doch es dauerte noch eine ganze Nacht, in der dann sogar 5 Küken auf einmal schlüpften. Als wir am Morgen des 21. Tages nach dem Brutautomaten schauten, staunten wir nicht schlecht, weil schon 5 Küken geschlüpft waren. Im Laufe des Vormittags schlüpften dann noch 3 weitere Küken und wir konnten die Geburten hautnah miterleben. Am nächsten Tag waren schließlich aus 11 Eiern Küken geschlüpft und wir waren sehr glücklich, dass wir uns noch ein paar Tage darum kümmern durften. Die Küken waren alle sehr unterschiedlich. Es gab 2 gelbe bzw. goldene Küken und ein graues Küken, das aussah wie ein Pinguin. Dann gab es noch ein gelb-schwarzes Küken, das an den Augen schwarze Flecken hatte, die aussahen wie die Augenklappe bei einem Piraten. Außerdem waren noch ein paar braun-schwarze Küken mit ganz unterschiedlichen Musterungen geschlüpft. Das war toll, denn so konnten wir sie alle gut auseinanderhalten.
Manche Kinder waren sehr erstaunt, wie viel Dreck unsere goldigen Küken machten. Wir mussten jeden Tag den Stall säubern und ihnen etwas zum Essen machen. Wenn wir sie ab und zu in unserem Klassenzimmer frei herumrennen ließen, mussten wir immer mit einem Tuch nachputzen. Leider waren unsere Küken überhaupt nicht stubenrein. Aber es war alles in allem eine ganz tolle Erfahrung für uns, und es fiel uns sehr schwer, sie nach ein paar Tagen wieder abzugeben. Gut zu wissen, dass es ihnen bei Familie Feiden sehr gut gehen wird! Dort warteten nämlich schon ihre Geschwister in einem speziellen Küken-Gehege auf unsere Rasselbande. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Frau Feiden, die uns ihre Küken anvertraut hat und uns ihr ganzes Zubehör zur Verfügung gestellt hat. Was für ein tolles Projekt!!