Es hat schon Tradition, dass die Hauptversammlung des rund 370 Mitglieder – darunter alle Gemeinden im Kreis Calw und viele Geschichtsinteressierte aus Neuweiler – umfassenden Kreisgeschichtsvereins Calw (KGV) außer Regularien auch Forscherberichte in Form von Kurzvorträgen zum Inhalt hat. Dies wird am Sonntag, dem 22. Februar 2026, zu der öffentlichen Veranstaltung im Kurparkrestaurant Foxy-Bräu in Bad Wildbad sicher erneut auch manches an der Heimatgeschichte interessierte Nicht-Mitglied locken. Um 13.45 Uhr wird KGV-Vereinschef Tobias Roller den Nachmittag eröffnen und seinen Jahresbericht geben. Es folgt Kassiererin Verena Mack, die Bilanz zieht und das geplante Budget fürs laufende Jahr vorstellt. Wahlen und ein Blick auf das Vereinsprogramm des Jahres 2026 runden den üblichen, beim KGV erfahrungsgemäß zügigen Ablauf derartiger Versammlungen ab.
Anschließend wird dann Dietmar Waidelich seine Forschungsergebnisse unter dem Titel „Waldhufenstruktur im Nordschwarzwald“ präsentieren. Hans Schabert schließt sich mit dem bebilderten Beitrag „Pforzheims Zerstörung am 23. Februar 1945 weithin spürbar“ an. Das Geschehen als dramatischer und trauriger Hintergrund zum Thema jährt sich am nächsten Tag zum 81. Mal. Bis hin zu einem Zeitzeugenbericht aus Australien und Aufzeichnungen in der Rathaus-Chronik von Zwerenberg spannt das Referat den Bogen. Einen weiteren Vortragspunkt in Wort und bewegten Bildern bildet die Auszeichnung des Calwer Fachbetriebs für Flaschnerei und Sanitärtechnik Essig durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mit dem Preis für Handwerksgeschichte in Berlin, der 2026 vier quer über Deutschland verteilten Unternehmen zugedacht wurde. Grundlage für den Nordschwarzwälder Betrieb war der vom KGV im Benehmen mit der Familie Essig/Brenner herausgegebene Band „Das Tagebuch von Heinrich Essig (1862-1934)“, in dem Gründungs- und Firmengeschichte mit der Stadt- und Zeitgeschichte verwoben dargestellt sind.