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Menschen für Eislingen (MfE)

Landtagskandidaten stellen sich den Fragen in der Wahlarena

Der Verein Menschen für Eislingen (MfE) hatte am vergangenen Freitagabend anlässlich der Landtagswahl am 8. März in die Stadthalle eingeladen.
Von links: Sarah Schweizer (CDU), Peter Körber (FDP), Sandro Scheer (AfD) und Dr. Mariska Ott (Bündnis90/Die Grünen)
Von links: Sarah Schweizer (CDU), Peter Körber (FDP), Sandro Scheer (AfD) und Dr. Mariska Ott (Bündnis90/Die Grünen)Foto: bra

Auf der Bühne saßen Sarah Schweizer (CDU), Dr. Mariska Ott (Bündnis 90/Die Grünen), Sandro Scheer (AfD) und Peter Körber (FDP). Nicht teilgenommen haben die SPD-Kandidatin Sabrina Hartmann und die Kandidatin der Linken Alexandra Bürger.
An dem mehr als dreistündigen Abend ging es nicht allein um die Landespolitik. Im Gespräch mit den MfE-Moderatoren Axel Raisch und Ardian Ponik ging es um die Frauenquote, den Länderfinanzausgleich, die Kinderbetreuung, aber auch internationale Handelsabkommen und vieles mehr. Für die musikalische Umrahmung waren Mona Locherer und Andreas Zanker zuständig.
Schweizer: Niemand nimmt der AfD die Opferrolle ab
Der Einstieg in den Abend mit den Themen Frauenquote und Kinderbetreuung lockte die Kandidaten nicht so recht aus der Reserve. Auch beim Länderfinanzausgleich, der Geld aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen in den Rest der Republik transferiert, blieben die Kandidaten gelassen, ohne aneinander zu geraten. Erst nach der Pause, nachdem der AfD-Kandidat Sandro Scheer mehrfach die negative Stimmung in der Gesellschaft und im Parlament gegenüber der AfD angesprochen hatte, wurde der Ton schärfer. Niemand nehme der AfD die Opferrolle ab, betonte CDU-Kandidatin Schweizer. Die übelsten Kommentare unter ihren Beiträgen in den Sozialen Medien seien gespickt mit blauen Herzen, berichtete sie.
Ferner betonte Schweizer, dass die wirtschaftliche Situation nicht derart schlecht sei, wie es manch einer meine. „Wir haben großartige Unternehmen“, sagte die Abgeordnete. Gleichzeitig betonte sie, dass die Wettbewerbsfähigkeit wieder gesteigert werden müsse. Damit dies gelinge, müssten auch Flächen für die Transformation, also neue Gewerbegebiete, zur Verfügung gestellt werden.
Für den FDP-Kandidaten Peter Körber ist weniger Staat und Bürokratie der richtige Weg zu einer stärkeren Wirtschaft. Die Unternehmen sollten mehr Freiheit erhalten, der Staat solle sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. „Wir müssen Handeln. Es ist fünf vor zwölf“, meinte er. Damit Unternehmen wieder mehr Geld zum investieren hätten, sollten die Steuern runter und Vorschriften reduziert werden.
Was ebenfalls helfen würde, sind internationale Abkommen wie das Mercosur-Abkommen mit Südamerika. Dass das Abkommen nun erst einmal nicht so schnell wie erhofft kommt, ist einer Entscheidung im EU-Parlament zu verdanken. „Da werde ich stinksauer“, gab Körber zu. Und das Votum deutscher Grünen-Abgeordneter im EU-Parlament habe ihm erneut gezeigt: „Die Grünen können keine Wirtschaftspolitik.“
Moderne Technik und autarke Energieversorgung
Dass die Abstimmung auf EU-Ebene ein Fehler war, fand auch Grünen-Kandidatin Ott. Sie betonte darüber hinaus, dass die Wirtschaft nicht mehr mit Rezepten aus den 90er-Jahren fit für die Zukunft gemacht werden könne. Statt auf Verbrenner-Motoren müsse auf moderne Technik gesetzt werden, erklärte sie. Ferner sei es ein Fehler der Vergangenheit gewesen, auf fossile Energie zu setzten und damit Abhängigkeiten von Staaten wie Russland zu schaffen. „Da müssen wir souveräner werden“, fand Ott. Ein Weg dahin wäre erneuerbare Energie, die auch in Deutschland produziert werden kann.
Ein weiteres Rezept für eine stärkere Wirtschaft ist aus Otts Sicht, eine Erleichterung von Unternehmensgründungen. Hintergrund ist, dass es in Baden-Württemberg eine gute Forschung gebe. Wenn es dann aber darum gehe, aus der Forschung mit einem Produkt auf den Markt zu gehen und damit Geld zu verdienen, viele Unternehmen Baden-Württemberg den Rücken kehrten. bra

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUM
11.02.2026
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Politik