Wir, 34 Schüler*innen des Elisabeth‑Selbert‑Gymnasiums zusammen mit Herrn Janke, Frau Kopp und Herrn Scheiblich, reisten vom 12. bis 19. April 2026 nach Sorrent. Ziel unserer Studienfahrt war es, bedeutende antike Kulturstätten, die von Meer und Vulkanismus geprägte Landschaft sowie die heutige Kultur der Metropolregion Neapel hautnah kennenzulernen. Dabei haben wir uns durch selbst vorbereitete Referate und Führungen inhaltlich mit den besuchten Orten beschäftigt.
Nach der Nachtfahrt erreichten wir Meta bei Sorrent, bezogen unsere Bungalows und fuhren gleich weiter in die Innenstadt von Sorrent, wo wir beim Stadtrundgang erste Eindrücke sammeln konnten.
Am Dienstag tauchten wir in Pompeji in die römische Alltagswelt ein: Straßen, Wohnhäuser, Thermen und Wandmalereien sind dort erstaunlich gut erhalten. Besonders bewegend waren die Gipsabdrücke der Menschen, die der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. überraschte. Nach einer Mittagspause machten wir uns auf zum Vesuv. Ein Shuttle brachte uns über Serpentinen hinauf, den letzten Abschnitt wanderten wir mit Guide bis an den Kraterrand. Wir erfuhren viel über Entstehung, Gesteine und Aktivität des Vulkans – die Aussicht war grandios. Der Abstieg über ein Geröllfeld, von unserem Guide als „Abkürzung“ vorgestellt, blieb uns als abenteuerlich und lustig in Erinnerung.
Am Mittwoch ging es mit dem Zug nach Neapel. Die lebendige Stadt zeigte uns Kontraste und viel Geschichte. Im Archäologischen Nationalmuseum beeindruckten uns griechisch‑römische Ausstellungsstücke und ein Tonmodell von Pompeji. Ein Rundgang führte uns über die Piazza Municipio, die Piazza Dante und zur Piazza del Plebiscito; durch die Galleria Umberto und entlang der Via Toledo erlebten wir das geschäftige Treiben.
Der Donnerstag führte uns nach Paestum. Nach einem Frühstück starteten wir per Bus und besuchten zuerst das Museum. Auf dem Ausgrabungsgelände standen wir vor drei mächtigen griechischen Tempeln und sprachen über Religion, Architektur und Stadtgeschichte.
Am Freitag fuhren wir per Boot nach Capri. Wir wanderten hinauf zur Villa Iovis, der Residenz Kaiser Tiberius’, und blickten weit über die Felsen und das Meer. Anschließend erkundeten wir die Insel in kleinen Gruppen, bevor uns eine Rundfahrt auf dem Wasser Capri aus einer neuen Perspektive zeigte.
Auf der Rückreise am Samstag stoppten wir an der Villa Oplontis, die beim Vesuvausbruch verschüttet und außergewöhnlich gut erhalten ist. Fresken und Wandmalereistile machten die römische Wohnkultur anschaulich. Nach einer erneuten Nachtfahrt wurden wir am frühen Morgen in Bernhausen wieder von unseren Eltern empfangen.
Wir blicken zurück auf eine Woche voller neuer Eindrücke: Wir haben Geschichte, Geologie und Gegenwart miteinander verbunden, als Gruppe Gemeinschaft erlebt und die besondere Atmosphäre von Meer und Frühling im Süden genossen. Fotos und ein ausführlicher, von mehreren Teilnehmer*innen verfasster Bericht sind auf unserer Homepage esgf.de zu finden. (Matthias Janke)


