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Lebensfreude pur – „Die Weiße Frau vom Turmberg“ besuchte den 24. Grötzinger „Fasenachtsobend“

Von Susanne Hilz-Wagner Von meinem Hohen Turm auf dem Turmberg habe ich vernommen, dass auch am diesjährigen Rosenmontag wieder der beliebte Grötzinger...
Die "Feuerigen Männer" der Narrenzunft Grötzingen 168 e. V. Männer in Fastnachtskostümen stehen da
Die "Feuerigen Männer" der Narrenzunft Grötzingen 1968 e. V. boten dem Publikum am Rosenmontag einen eindrucksvollen Tanz beim Fasenachtsobend in der Grötzinger Emil-Arheit-Halle.Foto: sh

Von Susanne Hilz-Wagner

Von meinem Hohen Turm auf dem Turmberg habe ich vernommen, dass auch am diesjährigen Rosenmontag wieder der beliebte Grötzinger Fasenachtsobend in der Grötzinger Emil-Arheit-Halle stattfinden soll. Eingeladen hatte wiederum die Hottscheck Narrenzunft Grötzingen 1968 e. V. (HZN), die mit großem Engagement und starkem Einsatz ihrer zahlreichen Helferinnen und Helfer aus eigenen Reihen auch diesen Fasenachtsobend gestaltet haben.

Lebensfreude pur mit viel Musik und Show

Der „Fasenachtsobend“ der Hottscheck Narrenzunft am Rosenmontag ist seit über 20 Jahren ein beliebter Bestandteil der Grötzinger Fasenachtstradition. An diesem Abend sind stets Jung und Alt begeistert über das bunte Programm bei ausgelassener Stimmung, mit viel Musik, närrischem Treiben und viel Möglichkeit, das Tanzbein zu schwingen. Der Saal war voll und alle Gäste konnten gemeinsam eine Rosenmontagsnacht voller Lebensfreude in einer schönen Gemeinschaft erleben.

Erster Teil des Bühnenprogramms

Das Bühnenprogramm wurde gestaltet von eigenen Gruppen der Narrenzunft; es gesellten sich aber auch vor allem Tanzdarbietungen befreundeter Fastnachtsvereine dazu. Nach dem Einmarsch um 19.31 Uhr mit allen Gruppen der Narrenzunft wie den Hexen, der Feuerigen Männer und dem Zunftrat übernahmen Laura Adam, Dominik Reiser, Michael Schweizer und Rolf Breitinger die Eröffnung und führten an diesem Abend auch durchs Programm. Im ersten Teil des Bühnenprogramms traten die Tanzmariechen der Hottscheck Narrenzunft unter der Leitung von Samira Kayser auf und es folgten die Hottscheckstolperer der HZN mit dem Stück „Ein Tag im Leben der Eulalia“. Die Lyra Durlach bot mit ihrer Einlage „Hot Shots“ ein Leben auf der Überholspur. Den ersten Teil des Bühnenprogramms schloss das Hottschecker Männerballet mit dem Tanzauftritt „Im Bann der Unterwelt“ ab.

Bühnenprogramm, zweiter Teil

Nach der Tanzrunde von ca. 20.15 bis 21.15 Uhr startete die Hexenjugend der HZN in diesem zweiten Teil mit dem Schautanz „Dia De Los Muertos“ in Skelettkostümen. Melanie Döbke vom Edelweiss Daxlanden brachte mit Ihrem Gesang den Saal so richtig in Stimmung – oder sollte man besser sagen „zum Toben“? Da hielt es niemand mehr auf den Stühlen und der Pegel der Fastnachtsstimmung scrollte ordentlich nach oben. Nun folgte ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend, denn die Feurigen Männer von der HZN eroberten mit einer atemberaubenden Tanzshow namens „Hellfire“ die Bühne. Ihre Auferstehung feierten sie 2004 als die jüngste Narrenfigur des Vereins, inspiriert von einer Sagengestalt aus dem Grötzinger Heimatbuch. „Taktlos im Club“ lautete die Tanzshow der „Taktlosen Sandhasen Rintheim“. Ob dieser Name von ihrem Striptease bis zur Turnhose herrührte, sei dahingestellt; die Damenwelt applaudierte auf jeden Fall sehr kräftig.

Jetzt war es wieder soweit: Fastnachtstradition traf Partystimmung

Nach einer weiteren Tanzrunde von ca. 22.20 bis 23.20 Uhr eröffnete die Bärengarde Blau Weiss Durlach mit ihrem professionellen Männerballett und Marschtanz die dritte und letzte Runde des Abends. Danach bot das Hexenballett der HNZ einen gekonnten Schautanz, der ebenfalls viel Applaus brachte. Nun folgte das große Finale: zum Höhepunkt der Stimmung eroberten die NotenChaoten der HNZ mit ihrer Guggemusik den Saal und heizten die Stimmung nochmals so richtig mit ihrer Guggemusik ein.

Unterstützt wurden sie von den Feuerigen Männern und den Hexen, die sich nun alle um die Bühne versammelten. Nach etlichen Zugaben bei stehenden Ovationen gab es gegen 23.55 Uhr den Ausmarsch zu den Klängen der Guggemusik der HZN-Gruppen mit großem und nicht enden wollendem Applaus für alle Akteure. Schließlich konnte die Tanzshow ab ca. 00.15 Uhr zu ihrer letzten Runde starten. Ich kann nur wieder einmal sagen, dass es ein wirklich gelungener Abend mit viel Stimmung und ausgelassener Partylaune gab – das Publikum zollte es mit einem Riesenbeifall. Ohne den unermüdlichen und kompetenten Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Vereins für diese umfangreiche Organisation wären diese Angebote nicht möglich. Daher sei allen Akteuren des HZN unter Leitung ihres Zunftmeisters Dirk Tallafuss ein großes Lob und Dankeschön ausgesprochen. Herzlichst, eure „Weiße Frau vom Turmberg“.


Erscheinung
Grötzingen Aktuell
Ausgabe 09/2026
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
25.02.2026
Orte
Karlsruhe