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Stelle für drei Jahre finanziert

Leerstand managen: Neckargemünd will Fachkraft einstellen

Die Stadt will einen Flächenmanager oder eine Flächenmanagerin einstellen. Dafür gibt es Fördermittel vom Land. Was steckt dahinter?
Neckargemünd will gegen Leerstand in der Stadt vorgehen. Dafür wird eine neue Stelle geschaffen.Foto: Kirsten Seubert

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 12. Mai der Beantragung von Fördermitteln für eine neue Stelle im Bereich Flächenmanagement zugestimmt. Die Stadtverwaltung soll damit Mittel aus dem Landesprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen beantragen.

Flächen sinnvoll nutzen

Mit der neuen Stelle verfolgt die Stadt das Ziel, die Innenentwicklung Neckargemünds gezielt voranzutreiben. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Aktivierung brachliegender Flächen, die Nachnutzung leerstehender Gebäude sowie die Schaffung zusätzlichen Wohnraums durch Innenverdichtung.

Zum Bauen motivieren

Nach Angaben der Verwaltung sollen private Grundstückseigentümer stärker zum Bauen motiviert und Investoren für Projekte innerhalb der bestehenden Siedlungsflächen gewonnen werden. Dafür seien intensive Gespräche und umfangreiche Überzeugungsarbeit notwendig. Gleichzeitig wolle die Stadt vermeiden, dass weitere Flächen am Ortsrand in Anspruch genommen werden.

Leerstandsinitiative mit im Boot

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit Leerständen. Gemeinsam mit der neu gegründeten Leerstandsinitiative Neckargemünd soll ein Leerstandskataster aufgebaut werden, um ungenutzten Wohnraum systematisch zu erfassen und wieder einer Nutzung zuzuführen. Auch das bestehende Baulückenkataster der Stadt soll aktualisiert und fortgeschrieben werden.

In der Bauverwaltung gefordert

Darüber hinaus soll der Flächenmanager Grundlagen für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erarbeiten. Die Stelle ist dabei nicht ausschließlich für das Flächenmanagement vorgesehen: Rund 60 Prozent der Tätigkeit entfallen auf diesen Bereich, weitere 40 Prozent auf allgemeine Aufgaben innerhalb der Bauverwaltung. Zudem soll die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter bestehende Kräfte vertreten können.

Antrag bereits eingereicht

Das Land Baden-Württemberg fördert die Stelle für einen Zeitraum von drei Jahren mit bis zu 144.000 Euro. Da die Antragsfrist bereits am 30. April endete, hatte die Verwaltung den Förderantrag nach einer Vorberatung im Gemeinderat fristgerecht eingereicht. Der notwendige Gremienbeschluss wurde nun nachträglich gefasst.

Über die tatsächliche Besetzung der Stelle entscheidet der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Dafür ist ein gesonderter Beschluss nach Abschluss der Ausschreibung vorgesehen.

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM/Julia Materna
19.05.2026
Orte
Neckargemünd
Kategorien
Gemeinderat
Kommunalpolitik
Politik