
Am 4. März 1919 demonstrierten die Sudetendeutschen für ihr Selbstbestimmungsrecht, wobei es durch militärische Gewalt der tschechischen Armee 54 Todesopfer und 200 Verletzte unter der deutschen Bevölkerung gab.
Zum 107. Jahrestag dieses Ereignisses gedachten die Sudetendeutschen in einer Feierstunde im „Haus der Heimat“ in Stuttgart den Opfern.
Als Gedenkredner konnte der Landesobmann der SL Baden-Württemberg, Bürgermeister Klaus Hoffmann, Ministerpräsident a. D. Günther H. Oettinger MdL a. D. (CDU), begrüßen, der in seiner Festrede zunächst einmal einen großen Bogen durch die deutsche Geschichte zog. Wurden bis 1945 mit Kriegen Grenzen verändert und wieder neu gezogen, galt in Europa nach den schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges das Prinzip, dass Grenzen nicht mit Waffengewalt verändert werden dürfen. Er forderte deshalb, Lehren aus der Geschichte zu ziehen und wieder zum bewährten Ethos zurückzukehren, Grenzen nicht durch Waffengewalt zu verändern.