Mitte März ging am Feuerwehrstandort Mosbach die zweite landkreisweite Ausbildung des laufenden Jahres erfolgreich zu Ende. Insgesamt 22 ehrenamtliche Feuerwehrleute absolvierten den Lehrgang zum Truppführer. Damit erlangten sie die höchste Qualifikationsstufe, welche im Neckar-Odenwald-Kreis vermittelt wird.
Erreichbar ist dieses Level nach der Grundausbildung über Fachlehrgänge wie Sprechfunk, Atemschutz und Maschinist. Weiterführende Führungsqualifikationen können an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal erworben werden. In den insgesamt 35 Ausbildungsstunden wurden die angehenden Truppführer intensiv auf ihre neue Rolle vorbereitet. Die Lerneinheiten fanden größtenteils in der Freizeit der Teilnehmenden statt.
Ein Truppführer trägt im Einsatz die Verantwortung für seine taktische Einheit. Er muss in der Lage sein, einen Trupp sicher durch verschiedene Einsatzlagen zu führen. Das theoretische Fundament bildeten dabei rechtliche Grundlagen, die Vermittlung von Brandklassen nebst Löschmitteln sowie eine umfassende Gefahrenlehre für die Einsatzstelle.
Besonderes Augenmerk lag auf der praktischen Anwendung. In zahlreichen Übungsszenarien trainierte man den simulierten Ernstfall. Das Spektrum reichte von Gebäude- sowie Fahrzeugbränden über Maschinenunfälle bis hin zu komplexen Verkehrsunfällen, Gefahrguteinsätzen und Bauunfällen. Den Abschluss bildete eine zweigeteilte Prüfung. Diese bestand aus einem theoretischen Test sowie einer praktischen Stationsausbildung am letzten Lehrgangstag.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Häring sowie Ausbilder Andreas Kreißl überreichten im Anschluss die Urkunden an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. Sie dankten den Teilnehmenden für deren außerordentliches Engagement in den jeweiligen Feuerwehrabteilungen ihrer Heimatgemeinden.
Von der Verstärkung durch die neuen Führungskräfte profitieren nun acht Gemeinden im Landkreis – dazu zählen Binau, Fahrenbach, Hüffenhardt, Mosbach, Neunkirchen, Obrigheim, Schwarzach und Waldbrunn. (stm/red)