Wie jedes Jahr fand am ersten Wochenende im März der Frühjahrsklassiker Bienwald Marathon und Halbmarathon in Kandel in der Pfalz statt.
Wie jedes Jahr nahmen auch zahlreiche Läufer:innen der TSG Wiesloch teil. Einer von ihnen, Hannes Klein, konnte dabei dieses Mal ein besonderes Jubiläum feiern: Er absolvierte seinen 50. Marathon und erreichte dabei das Ziel fast exakt in derselben Zeit wie bei seinem allerersten Marathon im Jahr 2003, nämlich in 4:25 Std.
Eher unvorbereitet und spontan startete er 2003 bei seinem ersten Marathon in Bonn, fand Gefallen am Laufen, trainierte dann konstanter und lief häufiger die 42,195 km Distanz, später sogar als Pacemaker in Frankfurt, um andere Teilnehmer zur gewünschten Zielzeit zu begleiten. Einige der Marathons lief er im Rahmen seiner anderen sportlichen Leidenschaft, dem Triathlon über die Langdistanz. Auch verband Klein gerne große Marathon-Laufevents mit Kurztrips in attraktive Lokationen. So gab ihm der Laufsport die Gelegenheit, tolle Städte wie Stockholm, Reykjavik, Paris, Luzern und einige mehr kennenzulernen. Hannes Klein war sehr glücklich, 23 Jahre nach seinem ersten Marathon den Jubiläumslauf genauso schnell wie 2003 abzuschließen.
Eine beeindruckende Laufleistung, die besondere Anerkennung verdient. Auch für weitere Läufer:innen war der Halbmarathon in Kandel ein besonderes Ereignis. So war Marina Becker zum ersten Mal über die 21,1-km-Strecke am Start und belegte als Rookie mit einer starken Zeit auf Anhieb einen hervorragenden 5. Platz in der Altersklasse W 50. Für Seren und Russell Thomas war es ein Vater-Tochter-Debüt, denn auch Seren lief ihren ersten Halbmarathon und Russell, als erfahrener Läufer, begleitete sie gerne. Zudem liefen Martin Hillenbrand und Thomas Stegemann und sorgten damit für starke TSG Präsenz auf der Strecke.
Zwei Wochen später, am 22. März, fand der Frankfurt Mainova Halbmarathon bei nahezu idealen Wetterbedingungen statt. Entlang des Mains herrschte eine tolle Stimmung. Zahlreiche Zuschauer feuerten die Teilnehmer an und auch der Ostwind spielte den Läufern über mehrere Kilometer als Rückenwind ein wenig in die Karten. Ebenfalls war in Frankfurt wieder ein starkes Team der TSG Wiesloch vertreten. Auch Russell Thomas war wieder dabei, heute jedoch lief er ‚sein‘ Rennen und war mit dem Verlauf sehr zufrieden: konstant und sogar schneller als geplant kam er ins Ziel. Obwohl er seine persönliche Bestzeit (PB) nicht erreichte, war es doch die schnellste Zeit seit elf Jahren. Für Marcus Löhnert lief es nicht ganz so optimal.
Obwohl er die ersten fünf Kilometer kontrolliert auf seine geplante Zielzeit lief, kosteten ihn die dann folgenden 5 km mit etwas Gegenwind zu viel Kraft, sodass er das Tempo nicht halten konnte. Er musste sein Ziel korrigieren und versuchte nun an den Pacemakern für 1:24:59 dranzubleiben. Es gelang ihm nicht ganz, dennoch erreichte er das Ziel in neuer persönlicher Bestzeit von 1:27:24 und war damit 60 Sekunden schneller als zuvor. Matthias Wahl erreichte das Ziel unmittelbar nach Marcus in 1:27:53 – eine respektable Zeit insbesondere vor dem Hintergrund, dass er im vergangenen Winter krankheitsbedingt häufig nicht trainieren konnte. Auch Peter Klee und Ruth Weimar waren sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen, sie genossen die Atmosphäre sowie das besondere Erlebnis des Zieleinlaufs in den Deutsche-Bank-Park in Frankfurt. Insgesamt war der Frankfurt Halbmarathon für alle fünf Teilnehmenden ein gelungener und motivierender Saisonauftakt.
Gleich vier Kreismeistertitel konnte die TSG Wiesloch bei den RNK Langstreckenmeisterschaften 2026 in Hockenheim am darauffolgenden Sonntag abholen. Dieses Mal waren nicht nur die ‚alten Hasen‘, sondern auch der TSG-Leichtathletik-Nachwuchs am Start. Marc Schierloh (M13) lief in persönlicher Bestzeit über 2000 m souverän auf den ersten Platz. Weitere Kreismeistertitel gingen mit hervorragenden Zeiten an Julia Raabe (U23) über 3000 m, Kirsten Wieditz (W55) über 5000 m sowie Ruth Weimar (W70), die ebenfalls die 5000 m absolvierte. Einen zweiten Platz erreichte Mara-Iona Vasile (W14). Einig war man sich über die hervorragende Organisation und Unterstützung an der Strecke, besonders auch durch die ehrenamtlichen Rundenzähler und Zeitnehmer. (tsg/red)