
Nachdem es zwei Saisons nicht möglich gewesen war, die Leimbachmündung mit dem Fahrrad anzufahren, machten sich die ADFC-Feierabendradler am vergangenen Gründonnerstag bei bestem Kurfürstenwetter genau dorthin auf den Weg. Auf dem Weg dorthin stattete die Radelgruppe zunächst der neuen Fahrradwerkstadt „Brühl Bike“ in der Mannheimer Straße in Brühl einen Begrüßungsbesuch ab. In dem kleinen Laden in zentraler Lage hat sich neuerdings der Zweiradmechatroniker Mutaz Mansour den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt. Mitten im Ort will der 34-Jährige auf wenigen Quadratmetern, Inspektionen, Reparaturen, ein paar Ersatzteile und guten Service für Radbegeisterte anbieten und auch Anlaufstelle für Jobräder sein. „Viele Fahrradhändler können aus Kapazitätsgründen nur Fahrräder aus dem eigenen Verkauf für Reparaturen annehmen – daher ist es wichtig, dass es auch wieder mehr offene Werkstätten gibt“, weiß ADFC-Vorstandsmitglied Daniel Reuß. „Der Schritt in die Selbstständigkeit ist mutig, und wir freuen uns, dass du das Angebot in der Region mit deinem Laden ergänzt!“, begrüßt daher Ortsgruppensprecher Florian Reck den Radschrauber und wünscht ihm im Namen des Fahrradclubs viel Erfolg.
Aus dem Brühler Ortskern wandte sich die Gruppe dann hinaus in die malerischen Riedwiesen und an den Rhein zur neuen Brücke über die Leimbachmündung, wo der Tourguide des Abends, Florian Reck, ein paar Worte zum Hochwasser- und Naturschutzprojekt am Leimbach verlor. Beim Fahrradclub ist man begeistert, dass es nun wieder möglich ist, den Rad- und Fußweg am Rhein entlang zur Kollerfähre zu nutzen und die Leimbachroute aus dem Kraichgau bis zur Leimbachmündung zu erfahren. Reck wünscht sich allerdings, dass das Projekt weiter vorangeht und das Gewässer, das die Region über Jahrhunderte geprägt hat, unterwegs erfahrbarer und die Route so touristisch interessanter wird.
Die dritte Etappe führte dann entlang des Rheins und über Ketsch zur Einkehr auf den Johanneshof, wo man sich bei Radler, Johannisbeerenschorle und „kalorienreduzierter“ Schwarzwälder Kirschtorte austauschte, ehe die Gruppe nach Schwetzingen zurück pedalierte.
Die nächste Ausgabe des Feierabendradelns soll am Donnerstag, den 16. April, wieder um 18:00 Uhr an der Schwetzinger Spargelfrau starten - dann radelt die Gruppe voraussichtlich unter anderem durch den Dossenwald zum ältesten Grenzstein der Region.


