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Leimen hilft seinen Schwalben

Schwalben beobachten, Nester zählen und melden, fotografieren … „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, aber die Rückkehr der Schwalben aus...
Zwei Mehlschwalben beim NestbauFoto: NABU/H.Schmid

Schwalben beobachten, Nester zählen und melden, fotografieren …

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, aber die Rückkehr der Schwalben aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara zeigt uns in jedem Jahr an, dass der Sommer nun nicht mehr weit ist. Bei uns in Mitteleuropa sind unsere einheimischen Rauch- und Mehlschwalben ausgesprochene Kulturfolger und sozusagen „Hausschwalben“, denn sie bauen ihre Lehmnester in bzw. an Gebäuden. Da sie sich ausschließlich von Fluginsekten wie Fliegen oder Mücken ernähren, fehlen sie uns in den kalten Monaten. Oftmals kehren sie im April dann zu ihren Nistplätzen des Vorjahres zurück; das macht sie zu Symbolen der Zuverlässigkeit und Treue. Neben ihrer Symbolkraft als Glücksbringer sind sie aber auch überaus nützliche Helfer bei der Insektenbekämpfung ohne Gift. Bei ihrer aktiven Jagd nach fliegenden Insekten benötigen Schwalben sehr viel Energie, also entsprechend viel Insektennahrung für sich selbst und natürlich auch für die Ernährung der Jungvögel.

Doch um die Bestände der Rauch- und Mehlschwalben sieht es in Deutschland nicht gut aus und beide Arten gelten mittlerweile als gefährdet. Gründe dafür sind vor allem ein Mangel an Fluginsekten („Insektensterben“), der Verlust von Nistmöglichkeiten zum Beispiel durch den Verschluss von Einflugöffnungen an Gebäuden sowie der Mangel an Baumaterial für die Nester; wo können Schwalben heute im Siedlungsbereich noch lehmige Pfützen finden.

Um einen Überblick über die Bestände an Rauch- und Mehlschwalben in Leimen und Umgebung zu erhalten, bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger um Mitarbeit bei einer Bestandsaufnahme. Sollten Sie Nester von Schwalben an Wohngebäuden (Mehlschwalben) oder in Stallungen (Rauchschwalben) kennen, so teilen Sie uns bitte den Standort mit und wenn möglich auch die Anzahl der Nester.
Kontakt:
E-Mail: info.schwalben@email.de
Telefon: 06224-8287568

(NABU-Bezirksverband Rhein-Neckar-Odenwald)

Unterscheidungshilfen:


Erwachsene Rauchschwalben besitzen eine durchgehend dunkle Oberseite, eine rostbraune Stirn und Kehle und einen Schwanz mit einer deutlichen Gabelung. Rauchschwalben bauen ihre Nester nur innerhalb von Gebäuden (heute meist in Stallungen).


Bei den Mehlschwalben ist der Kopf und die Oberseite blauschwarz gefärbt. Auch im Flug auffallend: Sie besitzen einen weißen Fleck über dem Schwanz, eine weiße Kehle und weiße Bauchseite und einen leicht eingekerbten Schwanz. Ihre Nester bauen sie nur außen am Gebäude.

Rauchschwalbe bei der Fütterung.Foto: NABU/F.vonAppen
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Ausgabe 19/2026
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