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Aus den Rathäusern

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach 32 Jahren im Dienst unserer Gemeinde, nach drei Wiederwahlen mit Zustimmungswerten, die mich selbst manchmal haben ungläubig auf das Ergebnisprotokoll...
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nach 32 Jahren im Dienst unserer Gemeinde, nach drei Wiederwahlen mit Zustimmungswerten, die mich selbst manchmal haben ungläubig auf das Ergebnisprotokoll schauen lassen, neigt sich meine Amtszeit nun dem Ende zu. In zwei Tagen darf ich das Bürgermeisterzimmer offiziell verlassen – keine Sorge, ich nehme nur meine persönlichen Dinge mit, nicht den Rathausschlüssel.


Als ich mein Amt antrat, war manches anders: Akten waren aus Papier, E-Mails eine Seltenheit und das Wort „Digitalisierung“ klang eher nach Zukunftsmusik. Gemeinsam haben wir erlebt, gestaltet, diskutiert, entschieden, gefeiert – und manchmal auch gerungen. Und genau das macht eine lebendige Gemeinde aus.


Ich durfte in diesen 32 Jahren mit so vielen engagierten Menschen zusammenarbeiten: mit Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, mit Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, mit Vereinen, Institutionen, Unternehmen – und vor allem mit Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger. Sie alle haben unsere Gemeinde zu dem gemacht, was sie heute ist.


Es war mir stets eine Ehre und Verpflichtung, aber zugleich auch eine wahnsinnige Freude zugleich, dieses Amt ausüben zu dürfen. Das Vertrauen, das Sie mir über Jahrzehnte entgegengebracht haben, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Politik beginnt vor Ort – im Gespräch auf der Straße, bei Veranstaltungen, im Vereinsheim oder auch einmal beim Bäcker. Diese Begegnungen waren für mich immer der wichtigste Kompass.


Natürlich lief nicht immer alles zu 100 Prozent perfekt. Aber ich kann mit gutem Gewissen sagen: Jede Entscheidung wurde mit dem Ziel getroffen, das Beste für unsere Gemeinde zu erreichen. Und wenn ich heute zurückblicke, sehe ich nicht nur Projekte, Zahlen oder Bauvorhaben – ich sehe eine lebendige Gemeinde auf der Höhe der Zeit!


Nun ist es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Ich freue mich auf mehr Zeit mit meiner Familie (was bei einer vollbeschäftigten Frau und Kindern außerhalb der schnellen Erreichbarkeit für einen Fahrradfahrer nicht ganz einfach wird), auf regelmäßigeren Sport, Zeit zum Lesen, Zeit für kleine Ehrenämter – und darauf, unsere Gemeinde künftig aus einer etwas entspannteren Perspektive zu erleben. Sollte ich gelegentlich im Rathaus vorbeischauen, verspreche ich: nur auf einen Kaffee.


Meiner Nachfolgerin Simone Staib wünsche ich von Herzen eine glückliche Hand, Weitblick, Geduld und die gleiche Unterstützung durch Sie alle, die ich erfahren durfte.


Von Herzen danke ich Ihnen für 32 erfüllte, spannende und bewegende Jahre. Es war mir eine große Freude und Ehre, Ihr Bürgermeister sein zu dürfen.


Mit dankbaren Grüßen


Thomas Schubert
Ihr baldiger Bürgermeister a.D.

Nachtrag mit Herz – ein besonderer Dank

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine Verabschiedung am vergangenen Donnerstag war für mich ein Abend voller Emotionen, Freude, Dankbarkeit – unvergesslicher, bewegend und zugleich herrlich kurzweilig. Es wurde gelacht, erinnert, gewürdigt – kurzum: Es war eine Feier, wie man sie sich nur wünschen kann.


Einen ganz wesentlichen Anteil daran hatte mein Stellvertreter.


Lieber Denis Leins,


Du hast diesen Abend nicht einfach moderiert – Du hast ihn gestaltet. Mit Charme, Witz, Professionalität und einer bemerkenswerten Leichtigkeit hast Du durch das Programm geführt, als hättest Du nie etwas anderes getan. Fast wie ein erfahrener Konferenzier – nur jünger, frischer und mit deutlich modernerem „Soundtrack“.


Du hast Weggefährten, örtliche Persönlichkeiten, Kindergartenkinder und manch andere zu Wort kommen lassen, mit klugen, manchmal augenzwinkernden Fragen ins Gespräch gebracht und für ebenso humorvolle wie wertschätzende Antworten gesorgt. Das hatte Format – und zwar im besten Sinne.


Umso mehr ärgert es mich, dass ich Dich in meinen offiziellen Dankesworten nicht ausdrücklich erwähnt habe. Nach 32 Jahren im Amt sollte man meinen, man habe an alles gedacht – aber offensichtlich lernt man bis zum letzten Tag dazu.


Deshalb heute ganz bewusst und öffentlich:


Danke für Deine großartige Vorbereitung, Deine Mühe und Deine hochprofessionelle Moderation. Du hast diesem Abend nicht nur Struktur gegeben, sondern Herz und Leichtigkeit.


Es ist beruhigend zu wissen, dass unsere Gemeinde auch künftig in guten Stellvertreterhänden ist.


Mit herzlicher und ehrlicher Anerkennung


Dein Thomas Schubert

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Erscheinung
Voralb-Blättle – Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinden Eschenbach und Heiningen
NUSSBAUM+
Ausgabe 10/2026
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