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In der Kelterstraße 17

„Lieblingsstück“: Handarbeit aus Sulzbach im Verkaufsschrank

In Sulzbach ist ein Selbstbedienungsschränkchen mit handgemachter Deko eröffnet worden. Das Angebot in der Kelterstraße läuft ist täglich geöffnet.
Zwei Frauen vor einem Verkaufsschrank mit Deko-Artikeln.
Patricia Feierabend (l.) und Nadine Geißler (r.) verantworten den Verkaufsschrank. "Lieblingsstück" ist ihr gemeinsames Projekt.Foto: Lieblingsstück.

In Sulzbach eröffneten Nadine Geißler und Patricia Feierabend am Sonntag ein Selbstbedienungs‑Schränkchen für handgemachte Deko. Es steht in der Kelterstraße 17, zur Eröffnung erschienen zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Das Projekt der beiden Frauen trägt den Namen „Lieblingsstück“ und läuft als Kleingewerbe im Nebenerwerb. Vor rund zwei Jahren hätten sie zunächst Weihnachtsgeschenke selbst hergestellt, später dann auf Märkten wie beispielsweise dem Frühlingsfest des Musikvereins Sulzbach verkauft. Mit dem neuen Schränkchen wollen sie nun eine feste Anlaufstelle für Interessierte in der Umgebung schaffen.

Vom Hobby zum eigenen Schrank

Die Idee sei aus einem Hobby und der „Leidenschaft“ für Handarbeit entstanden, erklärt Nadine Geißler im Gespräch. Ein Schwerpunkt sind handgemachte Produkte aus „Gießpulver“, einem gipsähnlichen Material, der in verschiedenen Weißtönen erhältlich ist, wie Geißler erklärt. Dieser wird in Formen gegossen, die getrocknete Figur dann auf Holztabletts gesetzt und gegebenenfalls mit weiteren Accessoires kombiniert.

Auch wenn die Silikonformen vorgegeben sind, würden sie im Prozess der Kreativität freien Lauf lassen. Sobald man mal einen Schmetterling gegossen habe, würden einem weitere Ideen kommen, erzählt Geißler.

Ihr Stil sei „eher schlicht“, mit Weiß als Grundton und Farbakzenten durch Accessoires wie zum Beispiel Kerzen. „Quietschbunt“ mögen sie es nicht so, meint Geißler.

„Kleine Unikate“

Im Schrank liegen aktuell rund 110 selbstgemachte Artikel, wie Geißler und Feierabend mitteilten. Sie füllen je nach Bedarf nach und erweitern das Angebot an ausgewählten Tagen zeitweise mit einem Tisch neben dem Schrank.

Die meisten Objekte sind momentan für Ostern oder für eine Kommunion vorgesehen. Auf Wunsch personalisieren sie einzelne Stücke, etwa als Erinnerungsstücke für Feste, und wollen so „kleine Unikate“ anbieten.

Und was kostet es?

An jedem Produkt stehen Artikelnummer und Preis, zudem liegt ein Formular aus. Kundinnen und Kunden sollen es ausfüllen und mit dem Geld in die Kasse werfen, damit der Überblick über die Verkäufe erhalten bleibt. Die Preise liegen nach Angaben der Betreiberinnen zwischen drei bis ungefähr 18 Euro.

Die Bezahlung geschieht auf Vertrauensbasis, auch weil nicht immer jemand vor Ort sein kann. Vor Missbrauch oder Diebstahl hat Nadine Geißler aber keine Angst: „Wir glauben schon, dass das klappt“, betont sie im Gespräch.

Nachts werde trotzdem abgeschlossen, außerdem ist der Schrank videoüberwacht. Ansonsten ist das „Schränkchen“ täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

Wie es weitergeht: „Darf ruhig wachsen“

Neben dem Schrank planen Geißler und Feierabend weitere Auftritte auf Märkten. Wie es langfristig mit dem Projekt „Lieblingsstück“ weitergeht, lassen sie sich aber offen: „Es kommt, wie’s kommt“, sagt Nadine Geißler. „Es darf ruhig wachsen.“

Erscheinung
MAZ – Das Wochenmagazin für Malsch, Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier
Ausgabe 14/2026
von Redaktion NUSSBAUMJustin Schick
29.03.2026
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