In den ersten Frühlingsmonaten auf das Mähen zu verzichten, hilft den Pflanzen sich bis zur Blüte zu entwickeln. Im Rasen sind das unter anderem Gänseblümchen, Weißklee Gundoder Löwenzahn. Die ersten Blüten auf der Wiese sind jetzt besonders wertvoll, sie sind wichtige Nahrungsquellen für Schmetterlingen und Bienen. Außerdem bietet langes Gras einen wichtigen Lebensraum für Käfer oder Heuschrecken. Auch wilde Ecken mit Brennnesseln sollten stehen bleiben: Dort legen Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge jetzt im April und Mai ihre Eier ab. Von der Insektenvielfalt profitieren auch die Gartenvögel, die jetzt im Frühjahr viele hungrige Mäuler zu stopfen haben. Eine erhöhte Vielfalt an Wildblumen und Insekten wirkt sich zudem positiv auf die menschliche Psyche aus. Häufig wird unterschätzt, welchen Einfluss kleine Maßnahmen im eigenen Garten haben können. Deshalb sind Versteckmöglichkeiten und Nistorte für Vögel und Insekten vor der eigenen Haustür wichtig. Gartenbesitzende können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Bis Ende Mai sollte der Rasenmäher erstmal im Schuppen bleiben. Es empfiehlt sich abschnittsweise vorzugehen. Wenn erst ein Gartenabschnitt gemäht wird, bleibe andere Teile des Gartens als Rückzugsräume für die Tiere erhalten. Wildblumen bevorzugen magere Standorte ohne Gründüngung. Deshalb sollte das Schnittgut nicht auf den Flächen liegen gelassen werden. Neben Insekten und Wildblumen profitiert auch der Boden vom höheren Gras: Durch mehr Schatten bleibt die Erde feuchter und trocknet im heißen Sommer nicht so schnell aus.