Ein zwar nicht wirklich bedeutendes, aber doch bemerkenswertes Jubiläum soll heute am Anfang unseres Gedankenspaziergangs stehen.
Am 27. Mai 1741 begleitete erstmals eine Musikkapelle eine Militärparade. Zuvor hatte die Militärmusik ausschließlich Aufgaben als Signal- und Nachrichtenmittel, als Erkennungszeichen einzelner Verbände und zur Anfeuerung der Soldaten im Gefecht. Seit jenem Tag vor 285 Jahren durften sich Musiksoldaten ebenso von ihrer weniger martialischen Seite zeigen. Seitdem ist viel Zeit vergangen, und die Bedeutung der Märsche hat sich stark gewandelt. Geblieben ist, dass Märsche das Publikum immer irgendwie zum Mitmachen animieren, sei es durch Klatschen, Mitlaufen oder wenigstens Fußwippen. Deshalb sind sie bis in unsere Tage beliebt auf Festen.
Die Musikerinnen und Musiker der aktiven Kapelle des Vereins „Frei weg“ haben deshalb ihr Repertoire um einen Marsch erweitert, nämlich den „Marcha de Libertad“. Nach Aussage des Komponisten Gerald Ranacher entstand diese Musik aus einem puren Glücksgefühl heraus. Die Wahl des Titels bezieht sich darauf, dass die Freiheit – gleich in welcher Form oder Sprache – immer ein unschätzbares Gut ist. Sein Ziel war es, die Zuhörer mit dem schwer in Worte zu fassenden Gefühl einer tiefen Freude anzustecken. Wo die Sprache aufhört, beginnt die Musik – und so ist dieses einzigartige Gefühl am besten mit einer mitreißenden Melodie zu vermitteln. Und das passt ausgezeichnet zum
Blasmusik-Festival am Neckar
des Musikvereins Hofen
auf dem Festplatz an der Hofener Brücke
Nähe des Max-Eyth-See in Stuttgart-Hofen
Unser Auftritt dort ist
am Samstag, 6. Juni von 15:00 bis 17:00 Uhr
Zuvor gibt es aber noch Feierliches, und zwar beim
Gottesdienst zu Fronleichnam
am Donnerstag, 4. Juni ab 11:00 Uhr,
der traditionell bei schönem Wetter auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens direkt neben der katholischen Kirche St. Martin Bittenfeld stattfindet (bei Regen in der Kirche).


