
Die Gemeinde Malsch weist darauf hin, dass mehrere Altkleidercontainer abgebaut werden müssen. Grund für die Maßnahme ist laut der Gemeinde die stark gesunkene Nachfrage nach gebrauchten Textilien.
Betroffen sind derzeit die Standorte Am Hänfig, Posener Straße und Parkplatz Rathaus in Malsch, der Parkplatz am Glascontainer in Waldprechtsweier sowie der Parkplatz Freihof in Sulzbach. Als Alternative wird das Abgeben von Kleidung am Wertstoffhof oder in Sozialkaufhäusern empfohlen.
Gestiegene Entsorgungs- und Logistikkosten machen nach Angaben der Gemeinde den weiteren Betrieb der Container wirtschaftlich unmöglich. Die Branche steckt übereinstimmenden Medienberichten zufolge massiv in der Krise: Selbst große Sortierbetriebe wie SOEX aus Bitterfeld meldeten 2025 Insolvenz an, wie die Tagesschau berichtete.
Früher war das Sammeln gebrauchter Kleidung ein lukratives Geschäft. Große Mengen wurden nach Osteuropa, Afrika oder Asien exportiert. Durch Kriege, Wirtschaftskrisen und Handelsbeschränkungen sind diese Märkte heute stark eingeschränkt. Gleichzeitig habe „Fast Fashion“ die Qualität der Kleidung gesenkt, teilt die Kampagne „Wir lieben Recycling“ mit.
Etwa 60 Prozent der gesammelten Kleidung werden in Deutschland noch als Second-Hand-Kleidung wiederverwendet, der Rest meist als Putzlappen oder Malervlies. Die Branche erhofft sich eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie technische Lösungen für effizienteres Recycling. (jay)