Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat alle 10.817 Gemeinden in Deutschland nach ihrer Versorgung mit öffentlicher Infrastruktur bewertet – und Malsch schneidet dabei sehr gut ab. Die Gemeinde belegt Gesamtrang 2120 und fällt damit in die Kategorie „sehr gut versorgt".
Für den sogenannten IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge wurden 17 Indikatoren in fünf Bereichen ausgewertet: Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Bewertet wurden dabei unter anderem die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Schulen und Kitas, aber auch die Anbindung an Autobahnen, den Nahverkehr sowie die Mobilfunk- und Breitbandversorgung. Als Datengrundlage dienten neben amtlichen Statistiken auch öffentlich zugängliche Quellen wie der Bundesklinikatlas oder das Kartenprojekt OpenStreetMap.
Besonders gut schneidet Malsch im Bereich Mobilität ab, wo die Gemeinde Rang 1950 bundesweit erreicht. Auch in den Kategorien Bildung (Rang 2415) und Freizeit (Rang 2621) sowie Gesundheit (Rang 2693) bewegt sich Malsch im soliden Mittelfeld der sehr gut bewerteten Kommunen.
Aufholbedarf besteht hingegen im digitalen Bereich: Beim Thema Digitales – also Mobilfunkabdeckung und Breitbandverfügbarkeit – liegt Malsch nur auf Rang 7248 und damit deutlich im hinteren Feld. Das ist wohl unter anderem auf die teils noch existierenden Funklöcher in beispielsweise Waldprechtsweier zurückzuführen.
Im Ländervergleich zählt Baden-Württemberg zu den gut versorgten Flächenländern, wenngleich Nordrhein-Westfalen bundesweit die Nase vorn hat. Spitzenreiter im Südwesten sind Böblingen (Rang 11), Stuttgart (Rang 15) und Karlsruhe (Rang 17).
Ergänzt wird die Studie durch eine repräsentative Umfrage unter mehr als 5.000 Menschen in Deutschland, bei der 53 Prozent der Befragten ihre lokale Daseinsvorsorge positiv bewerteten. Nur jeder Vierte zeigte sich unzufrieden.
