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Kunst

Marchini-Preis 2026: Juliana Vargas Zapata - Mis Caprichos

Der Lions Club Bruchsal-Schloss vergibt in Kooperation mit dem Bruchsaler Kunstverein zum 5. Mal das Giovanni Francesco Marchini Stipendium, das 2026 an...
Sorry comrade, I want to buy things. , 2025, Lasergravur auf Holz mit fuchsiafarbenem Faden, ca. 70 x 40 cmFoto: Cédric Weber

Der Lions Club Bruchsal-Schloss vergibt in Kooperation mit dem Bruchsaler Kunstverein zum 5. Mal das Giovanni Francesco Marchini Stipendium, das 2026 an die interdisziplinär arbeitende Künstlerin Juliana Vargas Zapata geht. Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 21. Juni, 11.00 Uhr im Kammermusiksaal des Bruchsaler Schlosses statt, anschließend lädt der Kunstverein zur Ausstellungseröffnung in den Räumen im Damianstor ein. Die Ausstellung ist bis zum 19. Juli samstags von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Juliana Vargas Zapata verbindet in ihrer Arbeit archivarische Methoden, künstlerische Forschung sowie Objekt-, Bild- und Textproduktion bzw. -Aneignung in der Tradition des Nouveau Réalisme und der Pop-Art, um die Schnittstellen zwischen Kunst, Populär-Kultur, materieller Kultur und lateinamerikanischem vernakulären Design zu untersuchen.

Die Ausstellung „Mis Caprichos“ basiert auf einem wachsenden Bildarchiv aus gefundenen und eigenen Fotografien, Screenshots und Internetbildern. „Capricho“ ist ein spanisches Wort und bezeichnet einen spontanen, persönlichen Einfall oder eine Entscheidung, die eher aus Intuition als aus festen Regeln entsteht. Aus diesem Archiv entwickelt die Künstlerin Objekte, Installationen sowie ortspezifische Arbeiten im öffentlichen Raum, die digitale Bilder in reale Formen übersetzen. Dabei greifen die Arbeiten Strategien wie Kopieren, Nachahmen und den Wechsel zwischen verschiedenen Formaten auf. Die Arbeiten wirken auf den ersten Blick spielerisch und humorvoll, werfen auf ironische Weise jedoch kritische Fragen nach unseren Seh- und Konsumgewohnheiten auf.

Die in Kolumbien geborene Preisträgerin studierte von 2017 – 2025 Kommunikationsdesign an der HfG in Karlsruhe, wo sie auch seit zehn Jahren lebt und arbeitet. Ihre Arbeiten waren bereits bei Ausstellungen in Berlin, Brüssel und Bogotá zu sehen. Mit dem Stipendium verbunden ist eine Einzelausstellung im Bruchsaler Kunstverein „Das Damianstor“ e.V. und ein Kunstprojekt, das die Stipendiaten mit SchülerInnen der Konrad-Adenauer-Schule in Bruchsal durchführen wird.

Der Italiener Giovanni Francesco Marchini, an dessen Werk der Preis erinnern soll, hat als Meister der barocken Illusionsmalerei in den Jahren 1731 bis 1736 zahlreiche eindrucksvolle Werke am und im Schloss Bruchsal hinterlassen und insbesondere die Raumgestaltung durch seine Fresken maßgeblich mitgeprägt.

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