
Ein Visionär schafft ein künstliches Wesen, das dem Menschen gleichen soll, eine Revolution der Wissenschaft! Doch das Geschöpf ist unerwartet intelligent und entgleitet bald dem Einfluss seines Schöpfers. Unkontrolliert auf der Suche nach Wissen breitet es sich aus und richtet dabei unvorhersehbaren Schaden an. Nein, hier geht es nicht um künstliche Intelligenz: Das ist die Handlung von Frankenstein, einem 1818 erschienenen Roman von Mary Shelley, der am Sonntag, 22. März, um 19 Uhr als Theaterstück des Landestheaters Detmold im Palatin aufgeführt wird.
Der junge Wissenschaftler Victor Frankenstein hat ein hochfliegendes Ziel: Aus verschiedenen Körperteilen setzt er einen Menschen zusammen und versucht diesen zu beleben. Das Ergebnis seines Experiments ist jedoch durchaus ambivalent. Als er seinem „Werk“ schließlich von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, packt ihn das Entsetzen und er flüchtet vor seiner eigenen Schöpfung. Handelt es sich um ein dämonisches Monster, geschaffen durch Hybris und zwanghaften Forscherdrang? Oder ist dieses ohne eigenes Zutun in die Welt gesetzte Wesen nicht auch ein verletzliches, sich nach Liebe, Zuneigung und Freundschaft sehnendes Geschöpf?
Es ist eine Geschichte über das Menschsein, über Verantwortung und Sehnsucht. Wer trägt die Verantwortung für die Schaffung eines Lebens? Ist die Menschheit im Begriff, ihren eigenen Untergang herbeizuführen? Und wie können wir dem Schicksal von Viktor Frankenstein entgehen? Düster und nachdenklich füllen Darstellende und Bühnenbild den Minnesängersaal im Palatin mit eindrucksvoller Ästhetik und faszinierender Atmosphäre. Tickets erhältlich – an der Theaterkasse des Palatin (Hotelrezeption), unter www.palatin.de oder unter Tel. 06222- 582 640. Die Theaterkasse ist Donnerstag von 10 bis 19 Uhr und Freitag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr besetzt. Zusätzlich steht Ihnen das Kultur-Team immer donnerstags, von 14 bis 17:30 Uhr an der Abendkasse (Eingang Veranstaltungsbereich) persönlich für Fragen und Ticketkäufe zur Verfügung. (pm)