Nussbaum-Logo

Meßstetten startet mit über einer halben Million Euro die nächsten Bauprojekte

Ein ganzes Paket an Bau- und Sanierungsmaßnahmen haben der Technische Ausschuss und der Gemeinderat Meßstetten in ihren jüngsten Sitzungen geschnürt....
Am Montag dieser Woche startete in Tieringen die Sanierung der Schülertoiletten.
Am Montag dieser Woche startete in Tieringen die Sanierung der Schülertoiletten.Foto: Volker Bitzer

Ein ganzes Paket an Bau- und Sanierungsmaßnahmen haben der Technische Ausschuss und der Gemeinderat Meßstetten in ihren jüngsten Sitzungen geschnürt. Unter anderem wird die Sanierung der Schülertoiletten in der Grundschule Tieringen in Angriff genommen. Ebenso endet mit dem siebten Bauabschnitt die „Sanierung Bueloch“ als eines der umfangreichsten und kostenintensivsten Projekte in der Geschichte Meßstettens.

Die Stadträte des Technischen Ausschusses und des Gemeinderates haben in ihren nacheinander terminierten Sitzungen am 23. Januar gleich für mehrere Aufträge jeweils einstimmig grünes Licht gegeben – von Ingenieur-Planungen über Tiefbauarbeiten und Erschließungen bis hin zur Gebäudemodernisierung.

Die Sanierung der Toilettenanlagen an den Meßstetter Schulen läuft schon seit einigen Jahren. Es gibt dazu eine Priorisierungsliste nach Dringlichkeit, die dem Gemeinderat schon Ende 2022 vorgelegt wurde und die seither peu à peu abgearbeitet wird. Als Nächstes sind nun die Schülertoiletten in der Grundschule Tieringen an der Reihe. Auf Grundlage der am 5. Februar 2025 im Technischen Ausschuss beschlossenen Entwurfsplanung wurde zwischenzeitlich die Ausführungsplanung erstellt und die erforderlichen Arbeiten ausgeschrieben. Die Sanitär- und Heizungsbauarbeiten übernimmt die Albstädter Firma HET zum Preis von etwas über 46.106 Euro (brutto). Die Stadt hatte in einer beschränkten Ausschreibung fünf Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert, zwei reagierten und die Albstädter legten die wirtschaftlichste Offerte vor. Schon diese Woche wurde mit den Arbeiten begonnen, bis Ende März werden sie andauern. Parallel dazu sind noch Rohbauarbeiten, Elektroinstallation, Fliesenleger- und Malerarbeiten vorgesehen; aufgrund der geringeren Höhe der Kosten fallen diese Auftragsvergaben jedoch in die Zuständigkeit der Stadtverwaltung.

Bleiben wir in Tieringen: In der Straße „Hinter Burg“ gab es in der jüngeren Vergangenheit ziemlich viele Rohrbrüche. Diese verursachten für die Stadt immer wieder Kosten, so dass eine grundlegende Sanierung der Wasserleitung in dieser Straße nun angesagt war. Zwischen der „Schlichemstraße“ und der Einmündung „Auf Breiten“ soll die Wasserleitung mit den zugehörigen Schächten und Hausanschlüssen erneuert werden. Hierfür sind Ingenieurleistungen zur Vermessung, Planung, Ausschreibung und Bauleitung erforderlich. Diese übernimmt nach dem Okay des Technischen Ausschusses das Albstädter Ingenieurbüro Czerwenka, das dafür rund 31.792 Euro (brutto) auf Basis einer Grobkostenschätzung aufruft.

Von Tieringen geht es hinauf nach Hossingen. Hier verläuft die Hörnlestraße, deren westlicher Teilbereich im gesamten Stadtgebiet augenscheinlich mit zu den schlechtesten Straßen Meßstettens gehört. Der Haushaltsplan 2026 sieht deshalb die Erneuerung zwischen der Tieringer Straße bis zur Kreuzung Wilhelmstraße vor. Dabei müssen neben der Fahrbahnausbesserung auch Kanalisation und Wasserleitungen ausgewechselt werden. Die Straßenbeleuchtung wird ebenfalls modernisiert, hingegen brauchen so genannte Microrohrverbände für Breitband nicht mehr verlegt werden. Das geschah bereits im Rahmen des Backboneausbaus 2021. Die Ingenieurleistungen zur Bestandvermessung, Planung, Ausschreibung und Bauleitung vergab der Technische Ausschuss an das Planungsbüro Hermle aus Gosheim entsprechend dessen Honorarvorschlag in vorläufiger Höhe von zirka 62.613 Euro (brutto).

In die Jahre gekommen ist die Elektro- und Steuerungstechnik im Pumpwerk „Halde“ in Heinstetten. Für die „Vergabe der Steuerungstechnik“ lagen zwei Angebote lokaler Firmen vor. Mit knapp 70.600 Euro (brutto) war die Firma Götztech aus Hartheim die günstigste Bieterin, die deshalb nun den Auftrag bekommt und sich danach gleich an die Arbeit machen wird. Zu bemerken ist, dass die Sanierung im laufenden Betrieb erfolgt und sich die sukzessiven Arbeitsschritte mitunter auch an den Witterungsbedingungen (Pumpverfügbarkeit in Abhängigkeit des Wasserzulaufs) orientieren.

Sanierungsprojekt Bueloch ist auf der Zielgeraden

Seit mittlerweile zehn Jahren läuft die große städtische Sanierungsmaßnahme Bueloch. Sie ist nach der Sanierung Ortsmitte, die einst die 1980er- und 1990er-Jahre dominierte, die umfangreichste und teuerste Maßnahme in der Geschichte der Stadt Meßstetten. Aufgeteilt in sieben Bauabschnitte, geht es nun auf die finale Runde mit der Fahrbahnsanierung der Gottlieb-Daimler-Straße auf ihrer gesamten Länge von ungefähr 250 Metern. Wie bereits in den bisherigen sechs Abschnitten sollen neben der Fahrbahnsanierung auch die Wasser- und Abwasserleitungen erneuert sowie Leerrohre für zukünftige Breitbandkabel verlegt werden. Das Ingenieurbüro Czerwenka aus Albstadt begleitet seit 2021 mit seinen Ingenieurleistungen die Bauabschnitte 4 bis 6. Der Honorarvorschlag für den siebten Abschnitt entspricht demselben Leistungsbild und enthält – obwohl fast fünf Jahre ins Land zogen – noch die unveränderten Vergütungssätze von damals. Sehr zur Freude des Meßstetter Gemeinderates, der die Planungsleistungen von etwas über 78.031 Euro (brutto) deshalb erneut an das Albstädter Büro vergab. Die gesamte Sanierungsmaßnahme Bueloch ist für die Stadtverwaltung Meßstetten trotz beträchtlicher Eigenleistung ein lohnendes Projekt, da man in den Genuss einer beträchtlichen Förderung aus Landes- und Bundesmitteln gekommen war. So wird die Neugestaltung der Straßen bei den Kosten zu 60 Prozent gefördert. Trotz dieses satten Geldregens wird die Stadt Meßstetten am Ende des Bauprojekts, das in sieben Abschnitte aufgeteilt ist, rund 7,5 Millionen Euro investiert haben.

Gemeinden in Baden-Württemberg sind verpflichtet, Schäden in ihrem Kanalnetz zu beseitigen. So überprüft auch die Stadt Meßstetten regelmäßig mittels einer TV-Inspektion die Welt unter Tage. Notwendige Reparaturen werden dabei in die Schadensklassen 0 bis 2 eingruppiert; wobei die „2“ einen sofortigen bzw. kurzfristigen Handlungsbedarf einfordert. Das betrifft nun in Summe 21 Haltungen (darunter versteht man die Verbindungsstrecke eines Abwasserkanals zwischen zwei Schächten) und 13 Schächte in Hartheim. Die Sanierungen erfolgen weitestgehend von innen; der Fachmann spricht von einer geschlossenen Bauweise; nur vereinzelt sind Grabungsarbeiten unumgänglich. Vier Firmen haben sich um diese Bauarbeiten beworben, das günstigste Angebot legte mit wenigen Cent über 268.173 Euro (brutto) die „WS Kanalsanierung“ aus Gerstetten vor. Sie bekam deshalb vom Gemeinderat den Auftrag, den sie im Zeitraum von Februar bis August dieses Jahres abarbeiten wird. (VB)

Erscheinung
Aktuell – Amtsblatt der Stadt Meßstetten
NUSSBAUM+
Ausgabe 06/2026
von Stadt Meßstetten
05.02.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Meßstetten