
Die Mieten in Malsch sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, liegen im Landesvergleich aber noch unter dem Durchschnitt. Das geht aus aktuellen Zahlen des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg hervor.
Die Bruttowarmmiete, also Kaltmiete plus Nebenkosten, ist seit der Vor-Corona-Zeit massiv angestiegen. Während die Preise 2019 noch bei 10,48 Euro pro Quadratmeter lagen, befinden sie sich heute bei 12,38 Euro. Das ist ein Anstieg von rund 18,1 Prozent, fast ein Fünftel also.
Das durchschnittliche Haushaltseinkommen in Malsch liegt laut Ministerium bei rund 66.600 Euro im Jahr. Die Mietbelastungsquote – also der Anteil des Einkommens, der für die Kaltmiete aufgewendet wird – beträgt demnach 19 Prozent und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von 20,8 Prozent.
Zum Vergleich: 2019 lag das durchschnittliche Einkommen in Malsch noch bei rund 58.000 Euro, die Mietbelastung bei 17,9 Prozent. Die Daten zeigen damit sowohl steigende Einkommen als auch wachsende Mietkosten – eine Entwicklung, die sich landesweit fortsetzt.
Die Daten machen außerdem deutlich: Wer in Malsch in einer Bestandswohnung lebt, zahlt deutlich weniger als bei einer Neuvermietung. Nachdem Mieter ausziehen, erhöhen die Vermieter oft stark die Mietpreise.
Dieses Gefälle bestätigt auch eine aktuelle Studie des Eigentümerverbands „Haus und Grund“, wonach Bestandsmieter bundesweit deutlich günstiger wohnen. Nach einem Umzug beträgt der Anteil des Einkommens, der für Miete aufgewendet wird, oftmals über 26 Prozent – im Vergleich zu rund 20 Prozent bei bestehenden Mietverhältnissen.