Trotzdem unterm Durchschnitt

Mietpreise in Malsch 2025 stark gestiegen - über 12 € pro QM

In Malsch sind die Mieten seit 2019 stark gestiegen. Trotz höherer Preise liegt die Mietbelastung noch unter dem Landesdurchschnitt.
Mann rechnet an einem Taschenrechner. Auf dem Tisch liegen Geldmünzen. Auf einem Laptop ist ein Immobilienportal geöffnet.
Die Mieten steigen im ganzen Land. Malsch bleibt nicht verschont, wenn auch die Belastung noch unterm Durchschnitt ist.Foto: erstellt mit KI (Google Imagen-4)

Die Mieten in Malsch sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, liegen im Landesvergleich aber noch unter dem Durchschnitt. Das geht aus aktuellen Zahlen des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg hervor.

Die Bruttowarmmiete, also Kaltmiete plus Nebenkosten, ist seit der Vor-Corona-Zeit massiv angestiegen. Während die Preise 2019 noch bei 10,48 Euro pro Quadratmeter lagen, befinden sie sich heute bei 12,38 Euro. Das ist ein Anstieg von rund 18,1 Prozent, fast ein Fünftel also.

Mietbelastung trotzdem unter Durchschnitt

Das durchschnittliche Haushaltseinkommen in Malsch liegt laut Ministerium bei rund 66.600 Euro im Jahr. Die Mietbelastungsquote – also der Anteil des Einkommens, der für die Kaltmiete aufgewendet wird – beträgt demnach 19 Prozent und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von 20,8 Prozent.

Zum Vergleich: 2019 lag das durchschnittliche Einkommen in Malsch noch bei rund 58.000 Euro, die Mietbelastung bei 17,9 Prozent. Die Daten zeigen damit sowohl steigende Einkommen als auch wachsende Mietkosten – eine Entwicklung, die sich landesweit fortsetzt.

Lieber nicht umziehen

Die Daten machen außerdem deutlich: Wer in Malsch in einer Bestandswohnung lebt, zahlt deutlich weniger als bei einer Neuvermietung. Nachdem Mieter ausziehen, erhöhen die Vermieter oft stark die Mietpreise.

Dieses Gefälle bestätigt auch eine aktuelle Studie des Eigentümerverbands „Haus und Grund“, wonach Bestandsmieter bundesweit deutlich günstiger wohnen. Nach einem Umzug beträgt der Anteil des Einkommens, der für Miete aufgewendet wird, oftmals über 26 Prozent – im Vergleich zu rund 20 Prozent bei bestehenden Mietverhältnissen.

Erscheinung
MAZ – Das Wochenmagazin für Malsch, Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier
Ausgabe 46/2025
von Redaktion NUSSBAUMJustin Schick
07.11.2025
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