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Mikroplastik in Teebeuteln

Überall finden wir gerade Teebeutel in netter Pyramidenform. Der Grund: Das Teearoma kann sich besser entfalten. Es handelt sich bei dem Material nicht,...

Überall finden wir gerade Teebeutel in netter Pyramidenform. Der Grund: Das Teearoma kann sich besser entfalten. Es handelt sich bei dem Material nicht, wie viele glauben, um Nylon, sondern um Polylactid, das chemisch gesehen polymerisierte, also verkettete Milchsäuremoleküle sind, die aus Maisstärke hergestellt werden, also erdölfrei sind. Und trotzdem bleibt es ein Kunststoff, der nicht im normalen Kompost und in der Umwelt verrottet, sondern nur unter höheren Temperaturen, wie sie in Industriekompostanlagen entstehen. Außerdem geben die Kunststoff-Teebeutel Mikro- bzw. Nanoplastik ins Wasser ab.

Behilft man sich also besser mit Tee in Zellulosebeuteln? Nicht unbedingt, denn auch sie enthalten häufig Plastikanteile, z. B. in der Naht oder beim Verkleben des Tütchens. Bei fair gehandelten Teebeuteln sind die Tütchen gedreht und gefaltet und benötigen somit keinen Kleber oder Klammern. Teebeutel, die an einer Baumwollschnur hängen, enthalten meist kein Plastik. Aber aufgepasst: Das Etikett enthält nicht kompostierbare Farben und Kleber und gehört damit nicht in den Biomüll.

Was also tun? Am besten verwenden Sie losen, fair gehandelten Tee in einem reinen Baumwollsieb ohne Plastikanteile oder in einem Metallkorb oder Tee-Ei.

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Ausgabe 14/2025
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