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Mit Abstand sicher: Mehr Sicherheit für den Radverkehr – Landkreisweite Plakatkampagne wirbt erneut für sicheren Überholabstand

Unter dem Motto „Mit Abstand sicher“ informiert der Landkreis Böblingen über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern....

Unter dem Motto „Mit Abstand sicher“ informiert der Landkreis Böblingen über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern. Die Kampagne läuft ab dem 13. April 2026 für knapp einen Monat bis zum 10. Mai, richtet sich gezielt an Auto- und Lkw-Fahrer und weist mit Plakaten auf die lebenswichtigen Überholabstände hin.

Da im Verkehrsraum nicht überall separate Radwege zur Verfügung stehen, ist die gegenseitige Kenntnis von Rechten und Pflichten entscheidend für ein sicheres Miteinander.

Klare Regeln und Konsequenzen

Zu enges Überholen ist nicht nur unangenehm, sondern gefährlich. Die in der Straßenverkehrsordnung (StVO) verankerten Mindest-Überholabstände sind daher strikt einzuhalten:

  • Innerorts: mindestens 1,50 Meter
  • Außerorts: mindestens 2,00 Meter

Kann dieser Abstand nicht sicher eingehalten werden, darf nicht überholt werden. Wer dennoch zu eng überholt, muss mit empfindlichen Sanktionen rechnen: Ein einfacher Verstoß wird mit 70 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Bei einer unklaren Verkehrslage oder einer konkreten Gefährdung können sogar Bußgelder zwischen 150 und 250 Euro sowie 2 Punkte drohen.

Dass regelmäßige Kontrollen notwendig sind, zeigten Aktionen der vergangenen Jahre, etwa in der oberen Poststraße in Böblingen. Dort wurde bei gemeinsamen Einsätzen von Polizei und Ordnungsamt ein Großteil der Radfahrer ordnungswidrig überholt – teilweise sogar trotz eines expliziten Überholverbots von einspurigen Fahrzeugen (Verkehrszeichen 277.1). Um das Sicherheitsbewusstsein langfristig zu schärfen, wiederholt das Landratsamt die Kampagne nun direkt nach den Osterferien sowie in einer zweiten Phase zum Schulbeginn nach den Sommerferien.

Ziel der Kampagne ist es, das Sicherheitsgefühl auf dem Rad zu stärken, um mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Ein höherer Radverkehrsanteil trägt maßgeblich dazu bei, die persönliche Fitness zu erhalten, den persönlichen Geldbeutel bei den aktuellen Kraftstoffpreisen zu schonen, die Klimaziele im Landkreis zu erreichen und die Straßen spürbar zu entlasten. Mit einer Kombination aus moderner Infrastruktur, Öffentlichkeitsarbeit und gezielten RadKULTUR-Angeboten setzt der Landkreis auf eine dauerhafte Förderung des Radverkehrs.

Erscheinung
Mötzinger Mitteilungsblatt
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Ausgabe 14/2026
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