Einen Einblick in die Weiherer Geschichte gab es bei der Radtour des Heimatvereins Wiesental durch die dortige Heimatvereinsvorsitzende Beate Harder und durch Emil Machauer. In Weiher bestand ein fürstbischöfliches Jagdhaus, das unter Fürstbischof Christoph von Hutten erbaut wurde. Von der Toreinfahrt ist leider nur ein Torpfosten vorhanden. Jedoch an der Giebelseite befindet sich noch das fürstbischöfliche Wappen. Nicht weit davon entfernt steht das 1737 errichtete, gut erhaltene Zehnthaus. Hier wurde der Zehnte aller angebauten Feldfrüchte gelagert, die steuerliche Abgabe in damaliger Zeit. In der Ortsmitte, die umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erfahren hat, wurde das Glockentürmchen des ehemaligen Rat- und Schulhauses aufgestellt.
Am Pfarrberg konnten durch archäologische Grabungen Siedlungsspuren aus karolingischer Zeit nachgewiesen werden. Der Burghügel war von zwei Gräben umgeben. Nachweislich wohnten hier bis 1315 die Herren von Wilre.
Ein weiteres Ziel der Radler war die Wendelinuskapelle im Lußhardtwald aus dem 19.Jahrhunderts, über deren Geschichte Emil Machauer berichtete. Der Bau der Kapelle beruht auf einer mündlichen Überlieferung der wunderbaren Errettung eines Hirten bei einem schweren Gewitter im Jahr 1760.
Bei der Rückfahrt wurde noch die einige hundert Jahre alte mächtige Trips-Eiche und der künstlich angelegte Löschteich, in dem einige ausgesetzte Kois schwimmen, besucht.
Wiesentaler Heimatstube geöffnet
Das kleine Fachwerkhaus an der Ecke Wagbach-/ Lerchenstraße ist am Sonntag, den 17.5.2026, von 14°° bis 17°° Uhr geöffnet.
Sonderaktionen zum Tag des Internationalen Museums:
HPH


