Malerische Gassen und beeindruckende Bauwerke
In bester Stimmung und bei schönstem Sonnenschein war Ziel des Tagesausflugs der Neulußheimer Landfrauen das französische Colmar, die drittgrößte Stadt im Elsass. Die Stadt liegt an der Elsässer Weinstraße, die für Riesling und Gewürztraminer aus der Region bekannt ist. „Zuvor gilt es, so Hannelore Blattner bei ihrer Begrüßung, sich bei einem kleinen Zwischenstopp mit einem Gläschen Sekt und Laugengebäck für den Tag zu stärken“.
In Colmar angekommen, vermittelte eine Stadtführerin bei einem Rundgang viel Wissenswertes. Schmucke Fachwerkhäuser, beeindruckende Sakralbauten, romantische Kanäle, blumengeschmückte Fenster, malerischen Gassen und das Gerberviertel Klein-Venedig (La Petite Venise) sowie die schmackhafte Küche, machen einfach den Charme Colmars aus, so Elke Lammel von den Neulußheimer Landfrauen, die den Ausflug organisierte.
Das Altstadtbild ist von Kopfsteinpflasterstraßen aus dem Mittelalter und der Renaissance, historischen Bauwerken und vielen kleinen Kanälen geprägt. Am zentralen Place de la Cathédrale das beeindruckende gotische Martinsmünster aus dem 13. Jahrhundert, das die Landfrauen beeindruckte. Ebenso das 1480 errichtete und im 16. Jahrhundert erweiterte Korfhus, das auch das ehemalige Zollhaus beherbergte.
Colmar, die Geburtsstadt des Bildhauers und Schöpfers der New Yorker Freiheitsstatue Frédéric-Auguste Bartholdi, strotzt nur so vor Kunst und Geschichte. Die 12 Meter hohe Statue aus Kunstharz, eine Nachbildung der New Yorker Freiheitsstatue, wurde im Rahmen der Gedenkfeier des 100-jährigen Todestages von Auguste Bartholdi (1834–1904), errichtet. Lady Liberty, so ihr Spitzname, hat wirklich große Füße. Ihre Füße sind 7,62 Meter lang, was bedeutet, dass die Statue Schuhgröße 879 trägt.
Und wer hat schon gewusst, dass es in Colmar im 19. Jahrhundert u. a. eine erfolgreiche Textilindustrie gab? Leckermäulchen von Schokolade bekamen bei der spektakulären Schokoladenskulptur des legendären Bugatti Type 35 aus dem Jahr 1927 im Schokoladenmuseum Appetit. Sie wurde vom französischen Meisterchocolatier Jean-Luc Decluzeau erschaffen und besteht aus 400 kg reiner Schokolade.
Nach der Stadtführung blieb genügend Zeit, um alleine die Stadt zu erkunden oder um in eines der hübschen Gasthäuser einzukehren. Vielleicht ein Flammkuchen, traditionell belegt mit Crème fraîche, Zwiebeln und Speck und dazu ein süffiger elsässischer Wein?
Nach all den vielen Eindrücken fand der Abschluss der Tagesfahrt in Au am Rhein in der Gaststätte Zollhaus mit einem gemeinsamen Abendessen einen schönen Abschluss.
Renate Hettwer


