
Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes, am Samstag, den 27. September 2025; starke Bewölkung und zeitweise Regen war angesagt.
Trotzdem war unsere wettergeprüfte Bergwandergruppe pünktlich in Bad Wildbad im Schwarzwald angekommen. Nun hieß es den Berggang einlegen und gleichmäßigen Schrittes ging es über den Zickzackweg hinauf zum Sommerberg. Nach 300 Höhenmetern machten wir unsere erste Vesperpause und siehe da, plötzlich ging die Sonne auf und am Himmel zeigten sich die ersten blauen Flecken.
Schon beim felsbestückten Aufstiegsweg durch dichten Fichtenwald zeigte sich, dass jetzt die Herbstpilzzeit begonnen hatte. Unzählige Exemplare der Fungi konnten wir direkt am Aufstiegspfad bestaunen. Dieses Phänomen verstärkte sich noch auf dem Weiterweg zur Grünhütte, unserem Endziel. Auch eine stattliche Anzahl von sogenannten „Hexenringen“, -im Kreis wachsende Ringe von Pilzen aller Art-, konnten wir direkt am Wanderweg bewundern und fotografieren, mit der immer wiederkehrenden Frage, essbar oder nicht? Doch meistens mussten wir unwissend weiterziehen und erreichten nach ca. zwei Stunden die im tiefen Wald liegende Grünhütte. Für diese Gegend ein wirklich empfehlenswertes Waldgasthaus, das von allen Richtungen aus gut erreichbar ist und mit einer bemerkenswerten Auswahl an Speisen und Spezialitäten, zum Beispiel Heidelbeerwein oder Pfannkuchen mit Heidelbeerkompott, aufwarten kann. Trotz „Abbau einiger Körperpfunde“, durch die vorweg bewältigten Höhenmeter waren die üppig gefüllten Teller kaum zu bewältigen.
Nach diesem gemütlichen Mittagstisch machten wir uns hervorragend gestärkt auf den Rückweg durch den herbstlichen und wunderschönen Tannenwald.
Mit der modernen Standseilbahn ging es in fünfzehn Minuten in steiler Abfahrt wieder hinunter zur Kurstadt Bad Wildbad.
Nach einer abschließenden Einkehr bei Kaffee und Kuchen im Kurgartenzentrum, verließen wir zufrieden und ohne einen Tropfen des angesagten Regens abbekommen zu haben, die vom Herbst beeinflusste erholsame Schwarzwaldstimmung.
Pit Liebendörfer


