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Mit Geduld und Gelassenheit die (Vor)Pubertät überleben

Am Dienstag, den 10. Februar 2026 , fand der 3. Baustein der Elterntreff-Reihe statt – ein Abend, der vielen Eltern gleichermaßen Orientierung, Entlastung...
Menschen sitzen an Tischen
Angenehme Atmosphäre beim ElterntreffFoto: Jörg Hanselmann

Am Dienstag, den 10. Februar 2026, fand der 3. Baustein der Elterntreff-Reihe statt – ein Abend, der vielen Eltern gleichermaßen Orientierung, Entlastung und auch eine gute Portion Humor schenkte. Diesmal war Frau Scharfenstein von ProFamilia zu Gast und nahm die Teilnehmenden mit auf eine unterhaltsame und zugleich tiefgründige Reise durch die Welt der Vorpubertät.

Mit viel Charme erklärte sie, wie diese besondere Phase beginnt, wie sie sich nach und nach in die Pubertät verwandelt und irgendwann – fast unmerklich – wieder ausschleicht. Besonders spannend war dabei, wie sie die körperlichen und emotionalen Veränderungen einordnete und zeigte, welche Prozesse im Gehirn eines jungen Menschen in dieser Zeit ablaufen. Aktuelle Zahlen und Fakten machten deutlich: Die Vorpubertät startet heute deutlich früher als noch vor einigen Jahren.

Zwischen Streit, Stress und Chancen für alle

Für die Eltern war es ein gelungener Abend, der ein oft schwieriges Thema greifbar machte. Streit, Stress, erste Grenzen und natürlich auch Themen rund um Sexualität und das „erste Mal“ wurden offen angesprochen – stets auf eine sensible und respektvolle Weise.

Auch alltägliche Herausforderungen wie Hausaufgaben, Zimmer aufräumen oder Mediennutzung wurden humorvoll beleuchtet. Schnell zeigte sich: Niemand ist allein mit diesen Sorgen. Der Austausch untereinander war lebhaft, ehrlich und befreiend – und sorgte für viele Lacher, gerade weil alle ähnliche Situationen aus ihrem Familienalltag kannten.

Frau Scharfenstein betonte immer wieder, dass gerade diese anstrengenden Momente auch große Chancen bieten: für Jugendliche, die ihren Platz in der Welt suchen – und für Eltern, die sich neu positionieren, loslassen und gleichzeitig Halt geben dürfen.

Was Eltern wirklich hilft

Deutlich wurde: Es gibt kein Patentrezept. Aber einige Grundpfeiler helfen, diese Phase gemeinsam zu meistern:

  • Eine gute, stabile Beziehung zum Kind
  • Klare Regeln und verlässliche Rahmenbedingungen
  • Ein offenes Ohr – auch wenn die Jugendlichen es nicht immer wertschätzen
  • Humor und Gelassenheit, wann immer möglich

Beim Thema Verhütung und Aufklärung zeigt sich übrigens ein klarer Trend: Viele Jugendliche lassen sich heute mehr Zeit mit ihren ersten intimen Erfahrungen. Das entlastete viele Eltern spürbar – auch wenn klar bleibt, dass gute Aufklärung weiterhin wichtig ist.

Am Ende des Abends stand die Erkenntnis: Die Vorpubertät mag herausfordernd sein, aber sie ist auch eine spannende Phase voller Entwicklung, Chancen und neuer Perspektiven – für Kinder und Eltern gleichermaßen.

Jörg Hanselmann

Erscheinung
Wochenblatt der Stadt Weil der Stadt
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Ausgabe 09/2026
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