Stadtgang am Sonntag, 14. Juni 2026 um 16.30 Uhr in Tübingen um den Holzmarkt
Rosalie Weil, die zeitweise in Tübingen gelebt hatte, wurde am 9. Juli 1940 in der Mordanstalt Grafeneck vergast. Sie war israelitischer Religion und hatte den Verleger Sigmund Weil geheiratet, der gemeinsam mit seinem Bruder Albert 1903 die Tübinger Chronik übernommen hatte. Sie kam unter anderem in der Tübinger Nervenklinik in stationäre psychiatrische Behandlung und wurde 1907 von ihrem Mann geschieden. Von der Klinik Zwiefalten aus scheint sie am 9. Juli 1940 in die Mordanstalt Grafeneck deportiert und dort vergast worden zu sein. Ihrem und anderen Schicksalen gehen Tübinger Jugendguides und das Kreisarchiv bei einem Stadtgang am Sonntag, 14. Juni um 16.30 Uhr nach. Sie zeigen dabei neue Quellen aus Archiven, unter anderem aus der Tübinger Patientenakte von Rosalie Weil. Treffpunkt ist vor dem Stiftskirchenportal. Die Veranstaltung ist kostenfrei; um formlose Anmeldung an info@jugendguides.de wird gebeten. Weitere Infos: www.jugendguides.de.


