Nussbaum-Logo
Gemeinderat

Mit Kernzeitbetreuung wird Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfüllt

Sonnenbergschule stand im Mittelpunkt der Ratssitzung – Ganztags-Grundschule wurde nicht angenommen Angelbachtal. (ram) Über die Situation an...
Ausgebaut werden soll an der Sonnenbergschule die Kernzeitbetreuung, um damit den Rechtsanspruch auf Betreuung zu erfüllen. Das Angebot der Ganztages-Grundschule wird dagegen aufgegebenFoto: Ralf März

Sonnenbergschule stand im Mittelpunkt der Ratssitzung – Ganztags-Grundschule wurde nicht angenommen

Angelbachtal. (ram) Über die Situation an der Sonnenbergschule berichtete Rektor Ulrich Schwenk jetzt im Gemeinderat und gab einen Ausblick, wie es mit der Grund- und Werkrealschule weitergeht. Durch die Änderung des Schulgesetzes wird es ab dem Schuljahr 2030/31 keinen Werkrealschulabschluss mehr geben.

Rund 210 Schüler besuchten im gerade beendeten Schuljahr die Grundschule, in den Klassenstufen eins und drei gab es je drei Klassen, in den anderen Klassenstufen zwei. Auch in der Werkrealschule war es in den letzten Jahren möglich, mit 19 bis 20 Schülerinnen und Schülern stabile Klassen zu bilden. 22 Kinder sind für das kommende Schuljahr in Klasse fünf angemeldet.

Kein Erfolg war die zum Schuljahr 2016/17 eingeführte Ganztages-Grundschule. Je eine Klasse hatte man auf dieses Modell umgestellt, doch der Zuspruch „bröckelte“ schnell, wie Schwenk berichtete. Das Angebot sei für die Eltern zu starr gewesen, da nach der Wahl zum Schuljahresbeginn auch Schulpflicht bis 16 Uhr bestand, und zwar das gesamte Schuljahr über von Montag bis Donnerstag. Seit vier Jahren ruhe das Modell der Ganztages-Grundschule, da über die Corona-Zeit auch viele Ehrenamtliche aus Vereinen weggebrochen seien. „Diese waren für das Angebot unerlässlich“, so der Rektor. Um klare Verhältnisse zu schaffen, werde die Gemeinde beim Schulamt deshalb die Aufhebung der nicht nachgefragten Ganztages-Grundschule beantragen.

Ab September 2026 gibt es in Baden-Württemberg einen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für die Klasse eins, der sich in den folgenden Jahren auf die gesamte Grundschule ausweitet. Dabei geht es um einen Betreuungsumfang von wochentäglich acht Stunden, führte Hauptamtsleiter Diethelm Brecht aus, lediglich insgesamt vier Wochen in den Ferien seien ausgenommen.

Realisiert werden kann der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung durch die seit vielen Jahren etablierte Kernzeitbetreuung. 93 Kinder sind aktuell angemeldet. Hier können die Betreuungszeit und die Betreuungstage flexibel von den Eltern gebucht werden, was auch den großen Unterschied zur Ganztages-Grundschule darstellt, den Roland Lang (BV/CDU) und Lukas Del Moego (Junge Liste) hinterfragten.

Ob sich die Kernzeitbetreuung mit dem Rechtsanspruch deutlich verändern muss, wollte Anne Gmelin (Freie Wähler) wissen. „Wir sind auf einem guten Weg“, erklärte Hauptamtsleiter Brecht. „90 Prozent“ seien schon jetzt erfüllt. Die geforderte tägliche Betreuungszeit werde schon angeboten, nur in den Ferien muss das Angebot noch ausgebaut werden.

Einstimmig sprach sich der Rat dafür aus, das Kernzeit-Betreuungsangebot entsprechend auszubauen, um dem ab kommendem Sommer geltenden Rechtsanspruch nachzukommen.

Was die Werkrealschule angeht, kooperiere man schon seit geraumer Zeit mit der Friedrich-Hecker-Schule (Berufsschule) in Sinsheim, erklärte Rektor Schwenk. Aus aktueller Sicht wird es in Angelbachtal auch nach dem Jahr 2030 möglich sein, die Klassen fünf bis neun anzubieten und damit einen Abschluss zu ermöglichen. „Wer einen Abschluss hat, bekommt damit Anschluss“, so Schwenk. Um den Realschulabschluss zu erlangen, müssten die Schüler dann an die Sinsheimer Schule wechseln.

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Gemeinde Angelbachtal
NUSSBAUM+
Ausgabe 32/2025
von Gemeinde Angelbachtal
07.08.2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Angelbachtal
Kategorien
Aus den Rathäusern
Gemeinderat
Kommunalpolitik
Politik