Schon zum dritten Mal besuchte das Trainerteam für Selbstschutz und Selbstverteidigung (Team Hardt) unsere vierten Klassen, um insgesamt 12 Unterrichtsstunden zum Thema Selbstverteidigung zu halten. Die Kurse, die gemeinsam mit Schulsozialarbeiterin Lili Lehmann auf die beiden Klassen abgestimmt wurden, waren vor allem darauf ausgelegt, die Kinder für die weiterführende Schule fit zu machen.
Und so legten wir direkt los: Nach einem kurzen Aufwärmspiel ging es erst einmal an die Theorie. Was ist Kampfsport? Was ist Selbstverteidigung? Und wo liegt der Unterschied? Das erarbeiteten sich die Schüler:innen gemeinsam und lernten direkt darauf die vier wichtigen Regeln zur Notwehr. Dabei am wichtigsten: Das Bewusstsein, dass sich die Kinder verteidigen dürfen und sollen. „In erster Linie machen wir uns nicht darüber Gedanken, was passiert, wenn wir uns verteidigen, sondern darüber, was passiert, wenn wir uns nicht verteidigen“, sagt Trainerin Jutta Speck.
Nach dem kurzen, aber wichtigen Theorieteil ging es ans Eingemachte: Die Schüler:innen bemerkten, dass Grenzen nicht nur bei allen völlig unterschiedlich, sondern auch noch davon abhängig sind, wem wir gegenüberstehen. Umso wichtiger ist es, die eigenen Grenzen auch einfordern, bei anderen aber respektieren zu können. So forderte Selbstverteidigungstrainer Klaus Speck die Kinder auf, sich lautstark bemerkbar zu machen und in klaren Aufforderungen zu kommunizieren.
Das wird besonders in bestimmten Szenarien wichtig, wie beispielsweise auf dem Weg in die Schule oder in Bus oder Bahn, wenn die Kinder von Fremden oder älteren Schüler:innen angesprochen werden. Deshalb spielten die Trainer:innen mit allen einige Szenarien durch und ließen den Schüler:innen zudem Raum, eigene Fragen zu stellen. „Wichtig ist, dass die Kinder die Gelegenheit erhalten, ernste Situationen in geschütztem Rahmen mit ausreichend Raum für Fragen, aber auch für Fehler behutsam durchzuspielen“, so Trainer Frederik Fietz, der die Kurse organisierte.
Am Ende der beiden Tage konnten die Schüler:innen einiges lernen und hatten dazu eine Menge Spaß. Auch das Trainerteam war am Ende erschöpft, aber glücklich – insgesamt also ein voller Erfolg!
Vielen Dank, dass Ihr bei uns wart!

