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Aus den Rathäusern

//Mit Mut und Zuversicht in die Zukunft//

Haushaltsplan 2026 verabschiedet Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am vergangenen Montag nach der Generaldebatte den Haushaltsplan 2026...
Im Haushaltsplan sind unter anderem die Investitionen der Gemeinde aufgeführt, etwa für die Fertigstellung des Wohnbaugebiets „Wasserreute“.

Haushaltsplan 2026 verabschiedet

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am vergangenen Montag nach der Generaldebatte den Haushaltsplan 2026 verabschiedet. Der Ergebnishaushalt weist ein negatives ordentliches Ergebnis von -1,8 Millionen Euro aus. Dennoch setzt die Gemeinde mit einem Investitionsvolumen von rund 6,3 Millionen Euro klare Prioritäten und richtet den Blick entschlossen auf die kommenden Aufgaben.

„Es ist nicht die Abwesenheit von Herausforderungen, die uns stark macht, sondern der Mut, ihnen mit Zuversicht zu begegnen.“ Mit diesem Leitgedanken hatte Bürgermeister Ralf Barth bereits in der Gemeinderatssitzung im Januar auf das neue Haushaltsjahr eingestimmt. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und wachsender kommunaler Aufgaben bleibe Denkendorf handlungsfähig und gestaltungsbereit.

Finanzlage 2026: Belastungen bleiben spürbar

Mit Erträgen von 35,1 Millionen Euro und Aufwendungen von 36,9 Millionen Euro ergibt sich im Saldo des Ergebnishaushalts 2026 ein Minus von 1,8 Millionen Euro. Damit können die laufenden Aufwendungen einschließlich der Abschreibungen nicht vollständig erwirtschaftet werden. Positiv stimmt aber, dass sich das Haushaltsjahr 2025 deutlich besser entwickelt hat als ursprünglich prognostiziert.

Der Hebesatz der Grundsteuer B bleibt unverändert; auch neue Steuerarten werden nicht eingeführt. Lediglich die Wasserverbrauchsgebühr wurde zum 1. Januar 2026 auf 2,20 Euro pro Kubikmeter angepasst, um die Kostendeckung sicherzustellen. Die Abwassergebühren bleiben stabil.

Investitionen mit klarer Prioritätensetzung

Nach investitionsintensiven Jahren mit mehreren Großprojekten wie dem Kinderhaus „Alter Eichwald“, dem Neubau des Bauhofs und der Erschließung neuer Baugebiete liegt das Investitionsvolumen 2026 mit 6,3 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresansatz.

Im Wohnbaugebiet „Wasserreute“ schreiten die Erschließungsarbeiten planmäßig voran. Parallel dazu werden Maßnahmen des Starkregenrisikomanagements umgesetzt. Weitere Grundstücksverkäufe sind vorgesehen. Auch im Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“ beginnt 2026 die bauliche Entwicklung: Geplant sind unter anderem ein Gesundheits- und Therapiehaus, eine Lebensmittelfiliale sowie moderne Gewerbeeinheiten.

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Sozialer Zusammenhalt“ wurde das Gebiet „Mittleres Oberdorf“ in die Städtebauförderung aufgenommen. Erste Mittel sind für Maßnahmen im Sanierungsgebiet vorgesehen, darunter der Umbau des Albrecht-Bengel-Kindergartens sowie die Weiterentwicklung des ehemaligen CAP-Marktes. Auch die Umgestaltung der „Oberen Ortsmitte“ wird vorbereitet.

Für die Sanierung des Freibads sind erste Planungsschritte vorgesehen. Ein Förderantrag für eine umfassende Modernisierung wurde beim Bund eingereicht.

Bildung, Betreuung und Digitalisierung

Die Kinderbetreuung bleibt einer der größten Ausgabeposten im Haushalt. Nach der Eröffnung des Kinderhauses „Alter Eichwald“ im Jahr 2025 ist Denkendorf räumlich gut aufgestellt. Mit Blick auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder werden weitere Investitionen erforderlich. Für den Infrastrukturausbau liegt eine Förderzusage des Landes Baden-Württemberg in Höhe von bis zu 1,35 Millionen Euro vor.

Auch die Digitalisierung schreitet voran. Der Glasfaserausbau ist inzwischen faktisch abgeschlossen; Denkendorf darf sich seit 2025 „Gigabitkommune@BW“ nennen. An den Schulen wurde die digitale Ausstattung weitgehend umgesetzt, auch wenn künftige Ersatz- und Weiterentwicklungsinvestitionen erforderlich bleiben.

Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden wird 2026 fortgesetzt. Zudem arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit den Nachbarkommunen an der kommunalen Wärmeplanung.

Ehrenamt als tragende Säule

Zudem steht insbesondere auch die Bedeutung des Ehrenamts im Fokus. Die Vereinsförderung gemäß den Vereinsförderrichtlinien unterstützt auch in diesem Jahr in allen möglichen Bereichen. Zudem hat der Gemeinderat diversen Investitionsförderungen der Vereine und Organisationen zugestimmt. Auszugsweise die Unterstützung der ARGE für die Durchführung des Weihnachtstreffs 2026.

Mit Zuversicht handeln

Die mittelfristige Finanzplanung zeigt, dass auch in den kommenden Jahren Herausforderungen bestehen bleiben. Umso wichtiger ist es, Ausgaben- und Einnahmenentwicklung sorgfältig im Blick zu behalten und Prioritäten klar zu setzen.

Die Generaldebatte zum Haushaltsplan ist in der Rubrik „Aus dem Gemeinderat“ abgedruckt.

Der Haushaltsplan 2026 sowie weitere Informationen zu den Gemeindefinanzen sind auf der Website der Gemeinde unter Gemeinde & Politik – Über uns – Zahlen, Daten & Fakten abrufbar.

Erscheinung
Gemeindeanzeiger Denkendorf
NUSSBAUM+
Ausgabe 09/2026
von Gemeinde Denkendorf
24.02.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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