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Am vergangenen Samstag fand die diesjährige Mitgliederversammlung des SV Gündringen in unserer Sportgaststätte statt. Die Mitglieder wurden über die Jahre 2024 und 2025 informiert, da die Versammlung im letzten Jahr nicht stattgefunden hatte. Die turnusmäßigen Wahlen konnten aufgrund fehlender Bereitschaft nicht durchgeführt werden – Vorstandschaft und Ausschuss bleiben kommissarisch im Amt.
Vorstandssprecher Andreas Schnell erklärte, warum die Versammlung 2025 ausgefallen war: Das unbesetzte Amt des Finanzvorstandes führte zu Verzögerungen in der Buchhaltung, einer fehlenden Kassenprüfung und Zusatzkosten von knapp 5.000 Euro. Grundsätzlich ist der Verein aktiv, Jugendarbeit und Veranstaltungen laufen gut – doch es fehlen Schultern, die den Verein mittragen. Wichtig dabei: Vorstand ist Ehrenamt, kein Vollzeitjob!
Vorstand Dominik Löffler berichtete zur Öffentlichkeitsarbeit: Die Ausschussbeteiligung stieg von 61 % auf 76 %. Die Mitgliederzahl liegt Ende 2025 bei 654 (+19 gegenüber 2024). Strategisches Arbeiten ist derzeit nicht möglich – 3 Vorstände teilen sich 4 Ämter, übernehmen Schichten und leiten alle Orga-Teams. Eine Entwicklung, die die Vereinsexistenz gefährden kann.
Im Ressort Wirtschaft berichtete Andreas über erfolgreiche Veranstaltungen, darunter der Weihnachtsmarkt Nagold. Das Terrassendach kostete ca. 46.000 Euro (Eigenanteil ~14.000 Euro). Zusätzliche Belastungen durch Heizöl, Pflegemaßnahmen und eine Stromnachzahlung von ~9.600 Euro forderten jeden eingenommenen Euro.
Christoph Helber berichtete zum Sport: Nach dem Abstieg in die Kreisliga A übernahm Markus Bradtke zur Rückrunde und holte 19 Punkte aus 10 Spielen. Das Ziel ist der Klassenerhalt. Markus verlässt den Verein zum Saisonende – die Trainersuche läuft. Im Jugendbereich werden rund 160 Kinder betreut; ein besonderer Dank ging an Gregor Carl für über 900 geleitete Spiele in 19 Jahren.
Die Vereinsfinanzen sind solide, jedoch sorgen steigende Zinsen für geringere Tilgung. Die Kassenprüfung durch Martin Demel bescheinigte saubere Arbeit.
Bei den Wahlen zeigte sich ein ernüchterndes Bild: Kein Kandidat für den Finanzvorstand fand sich, woraufhin der gesamte Vorstand seine Nichtkandidatur erklärte. Auch Jugendleitung und Ausschuss wurden nicht gewählt. Die Vorstandschaft bleibt kommissarisch und beruft eine außerordentliche Versammlung ein. Scheitert auch diese, droht im schlimmsten Fall die Auflösung des Vereins.
Bei den Ehrungen erhielten zahlreiche Mitglieder Bronze-, Silber- und Goldnadeln für 20, 30 und 40 Jahre Mitgliedschaft. Für 50 und 60 Jahre wurden Präsentkörbe überreicht. Jürgen Kiefer wurde nach 32 Jahren Ausschusstätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt.
Andreas Schnell schloss die Versammlung mit dem Zitat: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme."


