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//Mobilfunksendemast in Poppeltal noch immer ohne Funktion//

Ende der Funkstille in Poppeltal in Sicht - Inbetriebnahme Ende des Jahres möglich Die Mobilfunkverbindung in Poppeltal, einem Teilort von Enzklösterle,...
Der Funkmast bei Poppeltal steht zwar, es fehlt aber noch immer die aktive Mobilfunktechnik.Foto: Claudia Benz

Ende der Funkstille in Poppeltal in Sicht - Inbetriebnahme Ende des Jahres möglich

Die Mobilfunkverbindung in Poppeltal, einem Teilort von Enzklösterle, ist bekanntermaßen noch immer schlecht bis gar nicht vorhanden. Seit dem Jahr 2019 bemüht sich die Gemeinde, dass dieses Manko beseitigt wird, denn bei einem Notfall, beispielsweise bei einem Verkehrsunfall, einem Waldbrand, beim Wandern oder bei der Waldarbeit, ist es nicht möglich, mit dem Handy Hilfe zu holen.

Was bisher geschah

Wegen der ungünstigen Topografie mit engen Tälern sollte ein Funkmast außerhalb der Bebauung errichtet werden, wo er ein möglichst großes Gebiet abdecken kann. Messungen ergaben, dass ein Standort auf dem Hügel zwischen dem Kaltenbachtal und Poppeltal besonders gute Ergebnisse erzielen würde. Die Bundesnetzagentur hatte zur Reduzierung der „weißen“ und „grauen“ Flecken im Mobilfunkempfang eine Ausschreibung gestartet, die im Fall des Standorts Poppeltal die American Tower Company (ATC) gewann. Genehmigungsverfahren und Bauarbeiten für den Sendemast zogen sich hin, unter anderem auch wegen des Auerwildschutzes, der an dieser Stelle beachtet werden muss.

Im Sommer 2023 wurde die Stromleitungen gelegt und die Rodungsarbeiten durchgeführt. Einige Zeit später wurde der Gittermast dann schließlich errichtet. Aber im Anschluss daran ging wieder nichts mehr weiter. Eine Überprüfung des Mastes ergab, dass einige Schweißnähte nicht korrekt ausgeführt worden waren. Das bedeutete, der Mast musste wieder zu Boden gebracht werden. Da es nicht möglich war, die Schweißnähte nachzuarbeiten, wurde der Mast entfernt und ein neuer Gittermast aufgestellt.

Bis heute sind jedoch keinerlei Sendeanlagen angebracht. Auf etliche Anfragen vonseiten der Gemeinde bei ATC gab es keinerlei Reaktion und auch die telefonischen und schriftlichen Nachfragen unserer Redaktion blieben unbeantwortet. Anders verhielt es sich bei den Anfragen unserer Redaktion bei Telekom und Telefónica, ob sie überhaupt noch an einer Verbesserung des Mobilfunks in Poppeltal interessiert sind.

Inbetriebnahme für Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres vorgesehen

Telefónica Deutschland antwortete ausführlich und positiv: „Telefónica Deutschland will die Mobilfunkversorgung im nördlichen Schwarzwald weiter verbessern. Der Standort in Enzklösterle-Poppeltal ist dafür ein wichtiger Baustein. Der Mast steht bereits, die aktive Mobilfunktechnik konnte dort aber noch nicht installiert werden, weil die technische Anbindung des Standorts noch nicht abgeschlossen ist. Wir arbeiten daran, diese Anbindung über Glasfaser zu realisieren und die Umsetzung weiter voranzubringen. Dafür stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit dem Glasfaserpartner und den Behörden. Nach aktuellem Stand rechnen wir damit, dass der Standort gegen Ende dieses bzw. Anfang kommenden Jahres in Betrieb genommen werden kann.“

Und weiter teilte Telefónica mit: „Darüber hinaus planen wir weitere Verbesserungen in der Region. Aktuell betreiben wir im Landkreis Calw rund 50 Mobilfunkstandorte. Neue Standorte planen wir unter anderem in Fünfbronn, Aichelberg, Sprollenhaus sowie im Bereich Kaltenbronn und Kleinenzhof. Ziel ist eine bessere Versorgung der gesamten Region – auch entlang wichtiger Strecken wie der L351 in Richtung Bad Wildbad und der B294 in Richtung Calmbach.“

Und Telekom gab zur Auskunft: „Im Bereich Poppeltal in Enzklösterle ist uns die Versorgungssituation bekannt. Wir streben hier eine Mitnutzung des von Ihnen erwähnten Standorts an, der von Telefónica betrieben wird.“

Insgesamt bedeutet dies, dass die Mobilfunk-Abdeckung der Netze von Telefónica (mit Vodafone und O2) und Telekom bis spätestens Anfang kommenden Jahres im Bereich Poppeltal deutlich verbessert werden wird. Was lange währt, wird auch hier (hoffentlich) endlich gut. (cb)

Bis auf das Fundament musste der erste Funkmast wieder abgebaut werden.Foto: Gemeinde Enzklösterle
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exklusiv online
von Stadt Bad WildbadRedaktion NUSSBAUM
08.05.2026
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