Trotz widriger Wetterbedingungen erwies sich das „Musica et Spectaculum“ am vergangenen Samstag erneut als Besuchermagnet. Die Stadtkapelle musste ihr geplantes Mittelalterkonzert zwar kurzfristig vom Kirchhof der Stiftskirche St. Cyriakus in das Residenzschloss verlegen – doch der historische Bau, einst von Graf Ulrich XVII. errichtet und schon damals Zufluchtsort, bot eine ebenso stimmungsvolle Kulisse.
Den feierlichen Auftakt gestaltete ein Blechbläserquartett, das hoch oben von der Empore mit einer kraftvollen Fanfare den Abend eröffnete. Anschließend präsentierten die Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle Musikverein Wiesensteig ein abwechslungsreiches Programm, das von irischen Klängen bis hin zur Renaissance reichte. Ein musikalischer Höhepunkt war zweifellos Steven Reinekes Werk Fate of the Gods, das in eindrucksvollen Klangbildern von der Erschaffung der Welt, dem Aufstieg des Bösen, der finalen Schlacht und der Entstehung einer neuen, friedvollen Welt erzählt.
Für zusätzliche Kurzweil sorgten zahlreiche weitere Mitwirkende. Die Tanzgruppe „Sweeties“ begeisterte gemeinsam mit der Stadtkapelle mit schwungvollen Medieval Dances. Ein besonderer Dank gilt Sandra Dahlheim und Jaqueline Greschak, die die Choreografien mit den Mädchen einstudiert hatten. Die beiden Barden Uli Beisenwenger und Philipp Schmid wiederum unterhielten das Publikum mit humorvollen Gesangseinlagen – auch wenn sie sich nicht ganz einig waren, ob sie lieber Papst oder Sultan sein wollten.
Vogt Tommy Straub, Jürgen Klettner und Sven Gajo führten mit gereimten Texten und vielen historischen Anekdoten durch den Abend und gaben spannende Einblicke in die mittelalterliche Geschichte Wiesensteigs. Für musikalische Abwechslung sorgten zudem zwei Kleingruppen aus den Reihen der Stadtkapelle.
Den krönenden Abschluss bildete eine eindrucksvolle Feuershow vor dem Schloss, bei der Joa und Nadine das Publikum mit spektakulären Flammenbildern begeisterten.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern hinter der Theke, den „Dekoköniginnen“, Regina Straub für die unermüdlichen Kostümproben sowie allen Freundinnen, Freunden und Unterstützern der Stadtkapelle, die diesen Abend zu einem lebendigen Erlebnis vergangener Zeiten gemacht haben.
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