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Musik kündet von Liebe, Leid und Leben

Beim Jahreskonzert zeigt der Musikverein Zeutern einem begeisterten Publikum seine Vielfalt – Von Petra Steinmann-Plücker Mehr Abwechslung...
Musikverein Zeutern beim Jahreskonzert
Foto: MVZ

Beim Jahreskonzert zeigt der Musikverein Zeutern einem begeisterten Publikum seine Vielfalt

– Von Petra Steinmann-Plücker

Mehr Abwechslung geht wahrscheinlich kaum. Schon der Titel „… von Liebe, Leid und Leben“ des Jahreskonzerts des Musikvereins Zeutern (MVZ) versprach dem Publikum gewaltige Vielfalt. Auch dass der MVZ wie immer mit drei Orchestern beim jährlichen Konzerthöhepunkt aufwartet, ließ große Vielfalt vermuten. Der Musikverein hat im 130. Jahr seines Bestehens in der Mehrzweckhalle eine Kostprobe seines Könnens gegeben.

Schon das Jugendorchester mit seinen „jugendlichen und junggebliebenen Musikern“, so der Vereinsvorsitzende Peter Hafner, wusste zu beeindrucken. Unter der Leitung von Georg Hirsch erntete die Formation nach ihrem Ausflug in Filmmusik und Musical bereits Bravo-Rufe. Beim dritten Stück „Natural“, das der Dirigent speziell für das Jugendorchester überarbeitet hatte, unterstützte die Big Band des MVZ. Gemeinsam ließen sie mit volumenreichem Rhythmus die Mehrzweckhalle beben. Kaum hatte das Jugendorchester die Bühne für den alleinigen Auftritt der Big Band freigemacht, wurde es stockfinster. Was als „Intro“ im Programm stand, entpuppte sich im Hellen als der gewaltige Sound von „Also sprach Zarathustra“.

Mit ihrem Dirigenten Markus Hirsch führte die Band das Publikum durch Jazz, Swing und Pop. Und dass sie auch gesanglich, sogar in französischer Sprache, was draufhaben, bewiesen die Musikerinnen und Musiker als Background für die Sängerin Sabine Sitzler, die einmal mehr der Band zur Seite stand. Nach einem poppigen „Whats up“ unter Mitwirkung des Publikums unterbrach die Pause das Programm. Danach füllte das große Orchester die Bühne und startete, geführt von Jürgen Luft, direkt mit der technisch anspruchsvollen Ouvertüre „Alvamar“. Im folgenden Stück ließ Andrea Hasenfus mit ihrer Klarinette virtuos hören, welch hinreißenden Titel Artie Shaw mit seinem „Concerto für Klarinette und Orchester“ geschaffen hat. Besondere Akzente setzte Schlagzeuger Rüdiger Keller am Tomtom. Kaum war der letzte unfassbar hohe Ton verklungen, brandete der Applaus durch die Halle.

Auch das nächste Stück führte in schwindelerregende Höhen – auf den Mont Blanc. Moderatorin Ramona Rothermel stimmte auf die Bergtour ein, sodass sich das Publikum ganz auf das musikalische Panorama von Sonnenaufgang bis Schneesturm einlassen konnte. Dabei kam der tosende Wind von einer eigens in Handarbeit von den Musikern Rüdiger Keller und Norbert Reiser gefertigten Maschine.

Wer dachte, nach der folgenden Reise durch Operette, Musical und die großen Hits von Michael Jackson, sei der Vielfalt Genüge getan, der irrte. Für die Zugabe kamen alle Formationen auf die Bühne, doch statt des vielleicht erwarteten Marschs erklang das prägnante Gitarrenriff von „Smoke on the Water“, gefolgt von einem mitreißenden Deep-Purple-Medley. Aber am Ende kam er dann doch, der Marsch. Mit „Berliner Luft“ verabschiedete sich der MVZ von seinem stehend applaudierenden Publikum, das vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen war.

Quelle: Badische Neueste Nachrichten (BNN) | bnn.de

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Ausgabe 14/2026
von Musikverein Zeutern
01.04.2026
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