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Bundesanwaltschaft

Mutmaßliche Wissenschaftsspione für China in U-Haft

Ein Ehepaar soll für einen chinesischen Geheimdienst Kontakte an deutschen Hochschulen geknüpft und Wissenschaftler nach China gelockt haben. Jetzt sind die Beschuldigten in Untersuchungshaft.
Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof eröffnete dem deutschen Ehepaar in Karlsruhe die Haftbefehle und setzte diese in Vollzug.Foto: René Priebe/PR-Video /dpa

Nach ihrer Festnahme in München sind zwei mutmaßliche Spione für China in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof eröffnete dem deutschen Ehepaar in Karlsruhe die Haftbefehle und setzte diese in Vollzug, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mitteilte. Die Behörde hatte die beiden Beschuldigten am Morgen in der bayerischen Landeshauptstadt festnehmen lassen.

Laut Bundesanwaltschaft arbeiteten die Eheleute für einen chinesischen Geheimdienst. Sie sollen versucht haben, an wissenschaftliche Informationen zu Spitzentechnologie zu gelangen, die auch militärisch nutzbar ist. Dazu sollen sie Kontakte zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgebaut haben - darunter Lehrstuhlinhaber im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik oder Künstliche Intelligenz.

Zeitgleich zu den Festnahmen fanden in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen weitere Maßnahmen statt. Diese betrafen Wissenschaftler, die Kontakt mit den Beschuldigten gehabt haben sollen, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte. Diese Personen kämen für die Behörde als Zeugen in Betracht und seien nicht tatverdächtig. Es gehe bislang um acht Hochschuleinrichtungen.

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Karlsruhe
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Recht & Justiz