
Der Frühling naht, die Kröten beginnen zu wandern. Daher stellte der NABU Schwetzingen wieder einen Amphibienzaun entlang der entsprechenden Straßen auf. Die Kröten überwintern im Wald Richtung Ketsch und wollen zum Laichen zum Teich im Schlossgarten.
Der Versuch, die Straße zu überqueren, war ohne Zaun für viele Tiere tödlich. Letztes Jahr konnten über 2000 Kröten durch den Zaun abgehalten werden, auf die Straße zu laufen. Die Helfergruppe unter der Leitung von Frank Nürnberg vom NABU-Vorstand baute zunächst einen Zaun entlang der stark befahrenen Straße am Schwetzinger Stadion auf. Dank einer Spende der Sparda-Bank konnte dieses Jahr nun auch ein weiteres Stück, nämlich entlang der Straße nach Walldorf bis zur Einfahrt zur Grillhütte, aufgestellt werden.
Der Plastikzaun wird in stabile Pflöcke eingehängt, etwa alle zwölf Meter wird ein Eimer in den Boden gegraben, in den dann die wandernden Tiere – dank Laubpolster sanft – fallen. Damit andere Tiere wie Mäuse oder Käfer sich aus dem Eimer selbst befreien können, dient dort ein dicker Stock als Kletterhilfe. Die Helfer, die sich über eine WhatsApp-Gruppe absprechen, kontrollieren in den nächsten Wochen jeweils morgens und abends die Eimer und bringen die Kröten sicher an den Schlossgartenzaun. Wer beim Krötenretten mitmachen möchte, kann sich bei info@nabu-schwetzingen.de melden. (bs)