Wie aus vielen Einzelfeiern der gemeinsame Forster Adventszauber entstand
Was im Jahre 2001 begann…
25 Jahre sind einerseits eine lange Zeit, aber andererseits aber doch nur die Fortsetzung einer langen Vorgeschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Seit 1894 gibt es in Forst einen Kindergarten, der seit 1988 (?) den Namen der damals selig gesprochenen Schwester Ulrika trägt.
Wenn es auch an entsprechenden Zeugnissen fehlt, so ist doch anzunehmen, dass schon früh die kirchlichen Feste mit den Kindern besprochen und gestaltet wurden. Besondere Bedeutung dürfte dabei die Adventszeit besessen haben, mit der ja nicht nur auf Weihnachten eingestimmt wurde, sondern in deren Kontext auch die Feste des heiligen Martin und der heiligen Barbara gefeiert wurden.
Es dauerte jedoch Jahrzehnte, bis über die Kinder hinausgegriffen und auch Eltern und Verwandtschaft einbezogen wurde. Da war bereits der zweite Kindergarten der katholischen Gemeinde, damals noch einfach „Birkig“ genannt, 1967 eingeweiht worden. Nun gab es zwar gruppenübergreifende Adventsfeiern mit kleinen Basaren, zu denen Bastelkreise von Müttern und Vätern Adventskränze und allerlei Selbstgemachtes beisteuerten, aber doch alles noch in bescheidenem Umfang und in beiden Kindergärten getrennt.
1997 wurde erstmals ein gemeinsamer Auftritt gewagt, im katholischen Pfarrzentrum, gleich neben dem früheren Birkig-Kindergarten, der mittlerweile St. Franziskus als Namenspatron erhalten hatte.
Der Erfolg war so groß, dass sich 1999 auch der erste kommunale Kindergarten „Spatzennest“ anschloss. Und weil Musikschulleiter Klaus Heinrich für einen gelungenen musikalischen Rahmen sorgte, lag der nächste Schritt nicht fern: Auf seine Initiative hin entschieden sich die drei
Kindergärten im Herbst 2001 für eine ganz neue Form der Einstimmung auf die Adventszeit. Kein kommerzieller Weihnachtsmarkt sollte da geschaffen werden. Stattdessen sollten sich am ersten Adventswochenende nur die drei Kindergärten gemeinsam im Jägerhaus mit ihren selbstgemachten Angeboten präsentieren, sollten Raum zum Zusammensein ohne Hektik und Kommerz bieten, ergänzt um musikalische Angebote der Musikschule. Ein neuer Beitrag zur Überwindung isolationistischer Tendenzen und zur Festigung der Dorfgemeinschaft war das Ziel.
Was dann am 1. und 2. Dezember 2001 stattfand, war so attraktiv, dass das Angebot Jahr um Jahr immer größer wurde – Vereine und Gruppierungen schlossen sich an, bauten Zelte und Hütten auf dem Platz vor dem Jägerhaus auf und erweiterten die Cafeteria der Kindergärten im Jägerhaus durch vielfältige Speisen- und Getränkeangebote.
Dass der Adventszauber heute als ältestes Dorffest von Forst gilt, ist untrennbar verbunden mit dem langjährigen ehrenamtlichen Wirken vom Orga-Team um Klaus Heinrich: Initiator, musikalischer Gestalter, Netzwerker und Impulsgeber für ein Fest, das bis heute von Gemeinschaft lebt.