Angeregt durch einen Vortrag über die Schwabenkinder brach eine zwölfköpfige Gruppe mit dem Deutschlandticket nach Oberschwaben auf. Ziel war es, die Geschichte jener Kinder nachzuvollziehen, die früher aus armen Familien in Vorarlberg, Tirol und der Schweiz nach Ravensburg kamen, um dort als Hütekinder auf Bauernhöfen zu arbeiten. In Ravensburg zeigte uns ein Stadtführer das mittelalterliche Zentrum der ehemaligen Reichsstadt. Wir besuchten das Hütekinderdenkmal von Peter Lenk, das historische Rathaus und das spätmittelalterliche Humpis-Quartier, einst Sitz der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft. Dabei erfuhren wir auch von Ravensburgs Rolle bei den Hexenverfolgungen und dem Wirken des Dominikanermönchs Heinrich Kramer, Verfasser des „Hexenhammers“. Im Bauernhausmuseum Wolfegg stand am nächsten Tag der Bauernkrieg von 1525 im Mittelpunkt. Die Ausstellung schilderte die Forderungen der Bauern nach Freiheit und Gleichheit sowie ihre Niederlage gegen das Heer des Schwäbischen Bundes unter Georg III. von Waldburg. Anschließend besichtigten wir historische Bauernhäuser und wanderten trotz kräftigen Regens nach Vogt.
Teil 2 im nächsten Ditzinger Anzeiger


