Fassungslos, sprachlos, ungläubig, tief bestürzt – so haben wir am Samstag auf die Nachricht reagiert, dass
Siegfried Lustig
gestorben sei. Und auch jetzt, wenige Tage später, können wir das nicht fassen.
Wie an so vielen Tagen war Siegfried, vielen besser bekannt als Wiggl, auch am Samstag in der Eintracht-Halle aktiv, schaute, dass alles in Ordnung ist und machte sich dann auf den Weg nach Hardthausen zum Spiel der C-Jugend, zu dem er als Schiedsrichter eingeteilt war. Bereits seit 1988 war Wiggl als Schiedsrichter in der Schiedsrichtergruppe Kocher-Jagst aktiv und leitete unzählige Spiele auf den Sportplätzen im Unterland und darüber hinaus.
Bei dem Spiel der C-Jugend am Samstag kollabierte Siegfried. Trotz aller Bemühungen konnte sein Leben nicht gerettet werden.
Wir verlieren mit Wiggl einen ganz besonderen Menschen und einen ganz besonderen Eintrachtler. Er war Vereinsmensch durch und durch. Bereits mit 17 Jahren trat er dem Sportausschuss bei und übernahm nur wenige Jahre später die Aufgaben des Spielleiters. Bei nahezu allen Spielen der Eintracht war er dabei und unterstützte Spieler, Trainer und Abteilungsleiter, wo er konnte. Ihm war es immer ein großes Anliegen, dass alles in bester Ordnung war. So trug er einen enormen Teil zum sportlichen Erfolg der Eintracht bei. Auch wenn er nicht auf dem Platz stand, war er als Zuschauer auf den Sportplätzen oft unüberhörbar, vor allem dann, wenn er mit den Leistungen der Spieler oder des Schiedsrichters nicht einverstanden war.
Noch viel mehr Zeit als auf den Sportplätzen verbrachte Wiggl in „seiner“ Eintracht-Halle. Die Funktion des Hallenwarts füllte er mehr als nur aus. Nahezu jeden Tag war er in der Halle, schaute, dass alles in bester Ordnung war und kümmerte sich selbst um die kleinsten Details. Ebenso brachte er sich mit Herzblut in das Vereinsleben der Eintracht ein, wirkte bei Festen und Baueinsätzen mit – und das vielfach an vorderster Front und mit großer Ausdauer.
Als 2015 die SGM Krumme Ebene am Neckar gegründet wurde, nahm er diese sofort an und setzte sich sehr dafür ein, dass aus der SGM eine Gemeinschaft wird. Wenn es irgendwo an Ordner, SR-Betreuer … fehlte, war Wiggl zur Stelle. Unglaublich freute er sich über die Erfolge der SGM.
Es gäbe noch unzählige Geschichten zu erzählen. Besonders hervorheben möchten wir aber seine Persönlichkeit, seine Empathie und seinen Einsatz für seine Mitmenschen. Er war ein Kamerad, ein Typ, ein Freund – einmalig! Er hat Spuren hinterlassen, die bleiben.
Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Mutter Erika und bei seiner ganzen Familie, denen wir viel Kraft wünschen!
Lieber Wiggl, danke für alles! Ruhe in Frieden!


