
Tiefe Betroffenheit hat die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Vorstandes
ausgelöst.
Norfried, den alle Harry nannten, ist nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren verstorben.
1990 trat er in der Tennis-Abteilung ein, die damals noch zum TSV Malsch gehörte. Harry war einer, der immer auch Verantwortung übernommen hat, zunächst als Abteilungsleiter und seit 2013 dann auch als Vorstand des TSV Malsch. Erst im letzten Jahr ist er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand ausgeschieden.
Er hat den Wirtschaftsausschuss geleitet, sich um die Sponsoren gekümmert und eine sehr enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung gepflegt. Er war unser Corona-Manager, der sich durch die sich ständig ändernden Vorgaben gekämpft hat. Es ist ihm zu verdanken, dass wir, wenn es irgendwie möglich war, trainieren und spielen durften.
Harry war unser 1. Vorstand und meist der Letzte bei den Events, der die Tür abgeschlossen hat. Er war zwar kein gebürtiger Mälscher, aber ein richtiger Mälscher Fastnachter. Sonntagmorgens nach dem Rockfasching ging es nach dem Aufräumen weiter zum Umzug. Die Mälscher Fastnacht lag ihm genauso am Herzen wie der TSV Malsch. Und so war einer seiner letzten Wünsche, dass die Fastnacht nicht von seinem Tod überschattet werden soll. Dieser Gedanke war so typisch für die Art, wie er war. Seine enorme Hilfsbereitschaft und seine Bescheidenheit sind die Eigenschaften, die einem zuerst einfallen, wenn man an ihn denkt. Im Mittelpunkt wollte er nie stehen. Diese Charaktereigenschaften haben ihn oft auch zum Mittler in spannungsgeladenen Situationen gemacht.
Als Vorstand des TSV Malsch hat er mit seiner ruhigen, zielstrebigen Art unzählige Sitzungen geleitet, auch in schwierigen Situationen Kompromisse möglich gemacht, Events mit organisiert und zukunftsweisende Entscheidungen mitgestaltet wie die Anschaffung des Vereinsbusses, der Einstieg in die Spielgemeinschaft mit dem TSV Rot oder die Nutzung einer Vereins-App. Vieles, womit wir als Verein modern und in die Zukunft gerichtet aufgestellt sind, hat er initiiert.
Mit großer Dankbarkeit schauen wir auf sein leidenschaftliches Engagement für den TSV Malsch zurück. Gleichzeitig denken wir an die vielen schönen, fröhlichen Momente, die wir mit ihm als Freund verbringen durften. Wir trauern mit seiner Frau Christiane, seiner Tochter Lara und seiner Enkelin Sharleen um einen ganz besonderen Menschen.