Obst- und Gartenbauverein Berkheim e. V.
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Wie bereits angekündigt, könnt Ihr nun nochmal den sehr interessanten Vortrag von Martin Krinn über das Wetter im vergangenen Jahr in aller Ruhe nachlesen.
Dass es im Jahr 2025 mal wieder zu trocken und zu warm war, erspare ich mir, aber dennoch ein paar Zahlen.
Im Bundesdurchschnitt fielen 655 l/m² Niederschlag. (790 l/m²)
Im Ländle lag der Niederschlag bei 860 l/m² (980 l/m²), im Schwarzwald 1500 l/m²!!
Verwöhnt wurden wir mit 1980 Sonnenstunden (1607 h). So wie die unterschiedlichen Zahlen, so war auch die Witterung.
Der Januar war zu Beginn winterlich, dann aber sehr abwechslungsreich und nass. 57 l/m² Niederschlag.
Im Februar gab es einen Wechsel zwischen Winter und Frühling bei den Temperaturen.
Im März wurde die Sache interessanter. Es gab viele kalte Nächte, je nach Lage zwischen 10 und 20 Frostnächte, aber auch hohe Tagestemperaturen um die 15 °C. Mit 21 l/m² Regen furztrocken. Im Nordosten von Baden-Württemberg nur 9 l/m².
Der Austrieb von Obstgehölzen wie Stachelbeeren begann um den 10.03., Birnen um den 20.03. und Äpfel um den 20.03.
Der April war auch sehr spannend. Vor allem war er außergewöhnlich sonnig und trocken. 32 l/m² waren in meinem Regenmesser. Zu wenig!! Vom 06.04. bis 09.04. waren Frostnächte angesagt. Von -1 °C bis -3 °C spannte sich das Temperaturspektrum. Und das Ganze zum blödesten Zeitpunkt … die Obstblüte hatte begonnen.
Die ersten Beeren blühten um den 04.04. auf, gefolgt von Kirschen und Birnen um den 07.04. Und die Äpfel um den 09.04.
Der Wonnemonat Mai beeindruckte mit sommerlicher Wärme (z. B. 30,4 °C in Waghäusl) und mit 45 l/m² Regen in Berkheim und 55 Liter im Landesdurchschnitt. Leider hatten wir bei unserem Hocketse-Sonntag (25.05.) das Vergnügen eines Regentages. Trotz allem konnte man im Garten gut arbeiten. Das Wasser fehlte halt.
An den Obstkulturen waren jetzt die Auswirkungen der Aprilfröste zu sehen. Bei Kirschen zeigte sich ein Minderertrag, ebenso bei Birnen, außer bei Novemberbirne, die zeitgleich wie frostgeschädigte Williams blühte.
Die Äpfel sind mit einigen Ausnahmen gut weggekommen. Und überraschenderweise die Zwetschgen und die empfindlichen Pfirsiche hingen gut da. Der Juni startete wechselhaft. Wurde aber dann sehr trocken mit einigen Hitzewellen von bis zu 34 °C.
Im Garten und in den Medien Wassermangel. Im „Dürremonitor Deutschland“ des Helmholz-Instituts war diese Entwicklung gut zu verfolgen. Mit 36 °C und Gewitter startete der Juli hitzig.
Danach war das Temperaturniveau eher zurückhaltend. (3,5 °C morgens in Messtetten am 10.07.)
Auch der Regen hatte seinen Auftritt … endlich. In Berkheim 64 l/m², die Wetterstation Flughafen mit 70 l/m² und der Landesdurchschnitt lag bei 130 l/m². Alles in allem sehr unterschiedlich. Der Urlaubsmonat August begann wechselhaft. Wurde dann aber heiß und trocken. Diese trockene und heiße Witterung hinterließ in der Tier- und Pflanzenwelt Spuren.
Vögel suchten Wasser und fanden dieses im Obst. Ein kleiner Pick und die nachfolgenden Wespen taten den Rest.
Auch Wanzenschäden an Obst und Gemüse traten auf. In Kartoffeln und Zuckerrüben machte die Schilf-Glasflügelzikade mit der Übertragung der Stolburkrankheit, einer Bakterienkrankheit, großen Schaden.
Auch ein anderer Geselle, der Japankäfer, machte im Badischen die Runde und zu guter Letzt sollte auch noch die Mittelmeerfruchtfliege genannt werden. Alles in allem eine vielfältige Bereicherung der Artenvielfalt, allerdings eine nicht schöne.
Der September fiel völlig aus dem Rahmen. Sehr wechselhaft und mit über 100 l/m² in ganz Baden-Württemberg äußerst feucht. Der OGV hatte Glück mit seiner Aktion „Von der Wiese ins Glas“ und seinem Tagesausflug.
Für die Obsternte benötigte man gute, regenfeste Kleidung. In der Presse war von einer guten Obsternte die Rede.
Im Landkreis, je nach Ort, wo der Frost zugeschlagen, gab es deutliche Unterschiede im Ertrag.
Die Apfelernte konnte im Oktober gut abgeschlossen werden. Mit 42 l/m² blieb es einigermaßen trocken.
In der 3. Oktoberwoche mit Schmuddelwetter und Sturm. Der November glänzte mit spätherbstlicher Wärme (22 °C am Oberrhein) und winterlicher Kälte ( -16 °C in Messstetten). In Berkheim lag das Thermometer bei -8 °C am 23.11. in Berkheim Der letzte Monat im Jahr 2025 war extrem sonnig und mild (17,2 °C in Hechingen).
Und der Wettergott geizte wieder mit dem Regen. 17 l/m² fielen im Dezember in Berkheim.
Ab den Weihnachtstagen folgte ein winterliches Finale. Stolze -11 °C zeigte das Thermometer am frühen Morgen des 31.12.
Das Winterwetter hielt bis in den Januar hinein an.
Fortsetzung folgt … Bei der nächsten Mitgliederversammlung …
MaKr