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Nachtrag zum Turnier in Wiesenbach: Wiesenbach bebt – Wild Dancers tanzen sich aufs Podium

Wiesenbach, 28.2.2026 – Wenn in der Halle die Luft flirrt, der Bass durch die Brust geht und rund 1.000 Zuschauer im Takt klatschen, dann ist wieder...
Foto: Wild Dancers Erlenbach

Wiesenbach, 28.2.2026 – Wenn in der Halle die Luft flirrt, der Bass durch die Brust geht und rund 1.000 Zuschauer im Takt klatschen, dann ist wieder Männerballett-Zeit. Beim großen Turnier der Schisslhocker Wiesenbach traten in diesem Jahr zehn Gruppen gegeneinander an – und lieferten sich ein Duell auf beeindruckendem Niveau. Mitten im Strudel aus Glitzer, Schweiß und Adrenalin: die Wild Dancers aus Erlenbach, die sich mit einer starken Leistung den 3. Platz sicherten.

Schon die Vorrunde hatte es in sich. Jede Gruppe präsentierte ihre Choreografie, doch nur die besten drei durften ein zweites Mal auf die Bühne – ein finaler Showdown, bei dem jeder Schritt saß oder eben nicht. Und genau hier zeigten die Wild Dancers, dass sie nicht nur tanzen, sondern Geschichten erzählen können.

Ihr Beitrag mit dem Titel „Elsen Govi“ entführte das Publikum in eine staubige, mystische Welt: Ein Edelsteindieb, gejagt von den Wächtern eines kostbaren Juwels, wird schließlich in die unbarmherzige Weite der Wüste Gobi verbannt. Was nach Kino klingt, wurde auf der Bühne zu einer kraftvollen Mischung aus Ausdruck, Dynamik und präziser Choreografie. Jede Bewegung wirkte wie ein Sandsturm – unberechenbar, intensiv, fesselnd.

Trainiert von Nicolai Sauselen, zeigten die Tänzer nicht nur Technik, sondern Haltung. Man merkte: Hier steht eine Gruppe auf der Bühne, die sich vertraut, die sich kennt – und die gemeinsam brennt. Unterstützt wurden sie von einem lautstarken Fanblock: Rund 30 Anhänger waren mit dem Bus aus Erlenbach angereist und verwandelten die Halle zeitweise in eine kleine Heimspielkulisse.

Zum Team gehören neben den bereits bekannten Gesichtern auch Tänzer wie Robin Wendler, Gerd Schneider, Ralf Sauselen, Felix Vogt, Maximilian Kuch, Nikölai Wörner und Christopher zur Linden – ein Ensemble, das Vielfalt und Energie vereint. Angeführt wird der Verein von Vorstand Michael Wörner, unterstützt von seinem Stellvertreter Niklas Vogt, die selbst auch aktiv mittanzen.

Dass das Niveau insgesamt hoch war, zeigte sich auch an der starken Konkurrenz. Selbst etablierte Gruppen konnten an diesem Abend nicht überzeugen und blieben hinter den Erwartungen zurück – ein Zeichen dafür, wie eng das Feld inzwischen zusammengerückt ist.

Am Ende aber blieb vor allem eines: das Gefühl einer großen, ausgelassenen Party. Lichter, Musik, Jubel – ein Abend, der nachhallt wie ein letzter Trommelschlag in der Wüste.

Und irgendwo zwischen Applaus und Konfetti stand fest:

Die Wild Dancers haben nicht nur einen Pokal geholt – sie haben eine Bühne erobert.

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Ausgabe 17/2026
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