Feuerwehr zur Türöffnung gerufen
Am späten Montagabend rissen die Funkmeldeempfänger die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus der Ruhe. Unter dem Einsatzstichwort „H2 – kleine dringliche Hilfeleistung“ wurden die Abteilungen Calmbach und Bad Wildbad um 21:39 Uhr in den Wildbader Stadtteil gerufen. Das Ziel: Eine Wohnung, in der eine Person in einem psychischen Ausnahmezustand hinter einer verschlossenen Tür vermutet wurde. In solchen Fällen zählt oft jede Sekunde, um dem Rettungsdienst den nötigen Zugang für medizinische Hilfe zu verschaffen.
Die Feuerwehr Calmbach rückte umgehend mit dem Löschgruppenfahrzeug aus, unterstützt durch den Vorausrüstwagen und den Einsatzleiter vom Dienst aus Bad Wildbad. Auch die Helfer vor Ort (HvO), der reguläre Rettungsdienst sowie die Polizei eilten zum Einsatzort. Vor Ort konnten die Brandschützer jedoch schnell Entwarnung geben: Die betroffene Person befand sich zwar in einer schwierigen Lage, war jedoch nicht in der Wohnung eingeschlossen. Ein gewaltsames Öffnen der Tür durch die Feuerwehr war somit nicht mehr erforderlich, da der Rettungsdienst bereits direkten Zugang hatte und die medizinische Betreuung übernehmen konnte.
Die Feuerwehrleute blieben zur Absicherung der Einsatzstelle vor Ort, bis auch die Streife der Polizei eingetroffen war. Nach einer kurzen Abstimmung zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen konnten die ehrenamtlichen Retter der Abteilungen Calmbach und Bad Wildbad wieder einrücken. Gegen 22:15 Uhr war der Einsatz beendet, und die Fahrzeuge standen wieder einsatzbereit in den Gerätehäusern. (mm)